• August Wilhelm von Schlegel to Johann Georg Zimmer , Mohr & Zimmer (Heidelberg)

  • Place of Dispatch: Coppet · Place of Destination: Heidelberg · Date: 09.09.1808
Edition Status: Single collated printed full text with registry labelling
    Metadata Concerning Header
  • Sender: August Wilhelm von Schlegel
  • Recipient: Johann Georg Zimmer, Mohr & Zimmer (Heidelberg)
  • Place of Dispatch: Coppet
  • Place of Destination: Heidelberg
  • Date: 09.09.1808
  • Notations: Empfangsort erschlossen.
    Printed Text
  • Provider: Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
  • OAI Id: 383716241
  • Bibliography: Jenisch, Erich (Hg.): August Wilhelm Schlegels Briefwechsel mit seinen Heidelberger Verlegern. Festschrift zur Jahrhundert-Feier des Verlags Carl Winters Universitätsbuchhandlung in Heidelberg 1822‒1922. Heidelberg 1922, S. 24‒25.
  • Incipit: „Coppet d[en] 9 Sept[ember] 1808
    Ew. Wohlgebohren
    geehrtes Schreiben vom 31sten Aug[ust] ermangle ich nicht, sogleich mit umgehender Post zu beantworten. Es ist [...]“
    Language
  • German
Coppet d[en] 9 Sept[ember] 1808
Ew. Wohlgebohren
geehrtes Schreiben vom 31sten Aug[ust] ermangle ich nicht, sogleich mit umgehender Post zu beantworten. Es ist mir sehr erfreulich, daß Sie meine Vorschläge in Betreff meiner dramaturgischen Vorlesungen annehmlich gefunden haben, und ich betrachte nunmehr die Sache als völlig zwischen uns in Richtigkeit gebracht. Da ich keine Abschrift von meinem vorigen Briefe zurückbehalten habe, so wünschte ich zur Gedächtnishülfe für die Zukunft, Sie sendeten mir auszugsweise die darin enthaltnen Bedingungen in Abschrift und von Ihnen unterzeichnet zurück, damit sie zur Grundlage unsers gegenseitigen Vertrages dienen können. Verlangen Sie der Förmlichkeit wegen das Duplicat hievon mit meiner Unterschrift, so werde ich es mit meinem nächsten Briefe senden. Es ist immer gut sich genau über alles zu erklären um etwanigen Misverständnissen vorzubeugen. Sollten wir noch irgend eine zu machende Bedingung vergessen haben, so wird uns die Übersicht des Festgesetzten daran erinnern.
In wenigen Posttagen wird die erste Hälfte des Manuscripts erfolgen, ich könnte das ganze auf einmal schicken, wenn ich nicht theils der größeren Correktheit des Drucks wegen, theils um nicht ein nur einmal vorhandenes und also bey einem etwanigen Unglücksfall unwiderbringlich verlohrnes Manuscript der Post anzuvertrauen, eine Abschrift davon nähme, die ich selbst verfertigen muß, da ich keinen deutschen Copisten finden kann. Übrigens wird alsdann der Druck sogleich anfangen, und ohne Aufenthalt auf das schnellste fortgehen können, indem die zweyte Hälfte unfehlbar in wenigen Wochen nachfolgen soll.
Für das übrige Deutschland liegt mir nicht so viel daran, wenn das Werk etwa erst auf der Ostermesse ausgetheilt würde; allein ich wünschte, daß die nach Wien bestimmten Exemplare sogleich nach Beendigung des Drucks versandt würden; u[nd] ich glaube, dieß würde dem Absatz vorteilhaft seyn. Je eher das Buch dort erscheint, je lebhafter sind meine mündlichen Vorträge noch im Andenken, und desto neugieriger wird man seyn, sie gedruckt vor sich zu sehn. Auf den Fall also, daß Sie eine vorläufige Ankündigung veranstalten wollen, setze ich den Titel hieher:
Ueber
dramatische
Kunst und Litteratur.
Vorlesungen
von
A. W. Schlegel
Nächstens hören Sie wieder von mir. In Erwartung einer baldigen Antwort bin ich mit vollkommenster Hochachtung
Ew. Wohlgeb[ohren]
ergebenster
A W Schlegel
Coppet d[en] 9 Sept[ember] 1808
Ew. Wohlgebohren
geehrtes Schreiben vom 31sten Aug[ust] ermangle ich nicht, sogleich mit umgehender Post zu beantworten. Es ist mir sehr erfreulich, daß Sie meine Vorschläge in Betreff meiner dramaturgischen Vorlesungen annehmlich gefunden haben, und ich betrachte nunmehr die Sache als völlig zwischen uns in Richtigkeit gebracht. Da ich keine Abschrift von meinem vorigen Briefe zurückbehalten habe, so wünschte ich zur Gedächtnishülfe für die Zukunft, Sie sendeten mir auszugsweise die darin enthaltnen Bedingungen in Abschrift und von Ihnen unterzeichnet zurück, damit sie zur Grundlage unsers gegenseitigen Vertrages dienen können. Verlangen Sie der Förmlichkeit wegen das Duplicat hievon mit meiner Unterschrift, so werde ich es mit meinem nächsten Briefe senden. Es ist immer gut sich genau über alles zu erklären um etwanigen Misverständnissen vorzubeugen. Sollten wir noch irgend eine zu machende Bedingung vergessen haben, so wird uns die Übersicht des Festgesetzten daran erinnern.
In wenigen Posttagen wird die erste Hälfte des Manuscripts erfolgen, ich könnte das ganze auf einmal schicken, wenn ich nicht theils der größeren Correktheit des Drucks wegen, theils um nicht ein nur einmal vorhandenes und also bey einem etwanigen Unglücksfall unwiderbringlich verlohrnes Manuscript der Post anzuvertrauen, eine Abschrift davon nähme, die ich selbst verfertigen muß, da ich keinen deutschen Copisten finden kann. Übrigens wird alsdann der Druck sogleich anfangen, und ohne Aufenthalt auf das schnellste fortgehen können, indem die zweyte Hälfte unfehlbar in wenigen Wochen nachfolgen soll.
Für das übrige Deutschland liegt mir nicht so viel daran, wenn das Werk etwa erst auf der Ostermesse ausgetheilt würde; allein ich wünschte, daß die nach Wien bestimmten Exemplare sogleich nach Beendigung des Drucks versandt würden; u[nd] ich glaube, dieß würde dem Absatz vorteilhaft seyn. Je eher das Buch dort erscheint, je lebhafter sind meine mündlichen Vorträge noch im Andenken, und desto neugieriger wird man seyn, sie gedruckt vor sich zu sehn. Auf den Fall also, daß Sie eine vorläufige Ankündigung veranstalten wollen, setze ich den Titel hieher:
Ueber
dramatische
Kunst und Litteratur.
Vorlesungen
von
A. W. Schlegel
Nächstens hören Sie wieder von mir. In Erwartung einer baldigen Antwort bin ich mit vollkommenster Hochachtung
Ew. Wohlgeb[ohren]
ergebenster
A W Schlegel
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