• Johann Georg Zimmer , Mohr & Zimmer (Heidelberg) to August Wilhelm von Schlegel

  • Place of Dispatch: Heidelberg · Place of Destination: Unknown · Date: 15.04.1809
Edition Status: Single collated printed full text with registry labelling
    Metadata Concerning Header
  • Sender: Johann Georg Zimmer, Mohr & Zimmer (Heidelberg)
  • Recipient: August Wilhelm von Schlegel
  • Place of Dispatch: Heidelberg
  • Place of Destination: Unknown
  • Date: 15.04.1809
    Printed Text
  • Provider: Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
  • OAI Id: 383716241
  • Bibliography: Jenisch, Erich (Hg.): August Wilhelm Schlegels Briefwechsel mit seinen Heidelberger Verlegern. Festschrift zur Jahrhundert-Feier des Verlags Carl Winters Universitätsbuchhandlung in Heidelberg 1822‒1922. Heidelberg 1922, S. 43‒44.
  • Incipit: „Heidelberg d[en] 15. Aprill 1809.
    Wohlgebohrner, hochzuverehrender Herr Professor!
    Ich bin im Besitz Ihres gütigen Schreibens v[om] 2ten Aprill und des damit übersandten [...]“
    Manuscript
  • Provider: Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
  • OAI Id: DE-611-34977
  • Classification Number: Mscr.Dresd.e.90,XIX,Bd.16,Nr.8
  • Number of Pages: 3 S. auf Doppelbl., hs. m. U. u. Adresse
  • Format: 23,7 x 19,4 cm
    Language
  • German
Heidelberg d[en] 15. Aprill 1809.
Wohlgebohrner, hochzuverehrender Herr Professor!
Ich bin im Besitz Ihres gütigen Schreibens v[om] 2ten Aprill und des damit übersandten Druckfehler-Verzeichnisses. Dieses Verzeichniß hatte mich sehr erschreckt u[nd] ich habe seitdem ich es erhalten, es von neuem recht ernstlich bedauert, daß ich das Buch nach Mannheim zum Druck gegeben habe, denn wenn ich den Aufenthalt rechne, den der nachlässige Druck jetzt verursacht, so wären wir selbst nach der Beendigung einiger Restarbeiten hier eben so weit vorgerückt, u[nd] ich brauchte das Buch, das ich so gerne recht würdig äußerlich ausgestattet hätte, nicht wie jetzt mit Verdruß anzusehen. Doch das ist nun nicht zu ändern. Eine zweyte Auflage soll desto schöner ausfallen. Daß diese bald kommen müßte, daran würde ich garnicht zweifeln, wenn die neuen Unruhen uns nicht bedrohten. Es ist mir sehr unwahrscheinlich, daß das Buch, wenn es auch in 5‒6 Tagen ganz zum Absenden fertig ist, noch wird ungehindert nach Wien versandt werden können, woher uns schon seit 8 Tagen Zeitungen u[nd] Briefe fehlen.
Erst auf Ewr Wohlgebohren letztes Schreiben habe ich die folgenden Bogen genauer durchgesehen u[nd] gerade den 20 u[nd] 21sten von Druckfehlern u[nd] Nachlässigkeiten so entstellt gefunden, daß ich sogleich den ersten ganz u[nd] den andern zur Hälfte neu drucken zu lassen mich entschloß, außerdem werden noch 13 Cartons gedruckt, so hoffe ich, soll es noch leidlich werden. Auch das Titelblatt habe ich in der hiesigen Druckerey neu drucken lassen u[nd] lege Ewr Wohlgebohren ein Exemplar bey, da das erste nach oftmahliger Veränderung dennoch so schlecht ausgefallen. Mit dem 2ten Bande soll es gewiß besser gehen, indem ich die Correctur einem andern übergebe.
Für die pünktliche Versendung der Exemplare werde ich nach Ewr Wohlgebohren Auftrage besorgt sein.
Meinen letzten Brief mit dem Wechsel auf f 300‒ werden Ew. Wohlgebohren wohl erhalten [haben]?
Einliegenden Brief hat mir Herr Hofr[ath] Creuzer übergeben. Wenn der Krieg nicht ausbricht reise ich in 8 Tagen nach Leipzig, wohin mir dann Ew Wohlgebohren Briefe nachgesandt werden.
Mit hochachtungsvollster Verehrung verharre ich
Ewr Wohlgebohren
gehorsamster Diener
Zimmer.
Heidelberg d[en] 15. Aprill 1809.
Wohlgebohrner, hochzuverehrender Herr Professor!
Ich bin im Besitz Ihres gütigen Schreibens v[om] 2ten Aprill und des damit übersandten Druckfehler-Verzeichnisses. Dieses Verzeichniß hatte mich sehr erschreckt u[nd] ich habe seitdem ich es erhalten, es von neuem recht ernstlich bedauert, daß ich das Buch nach Mannheim zum Druck gegeben habe, denn wenn ich den Aufenthalt rechne, den der nachlässige Druck jetzt verursacht, so wären wir selbst nach der Beendigung einiger Restarbeiten hier eben so weit vorgerückt, u[nd] ich brauchte das Buch, das ich so gerne recht würdig äußerlich ausgestattet hätte, nicht wie jetzt mit Verdruß anzusehen. Doch das ist nun nicht zu ändern. Eine zweyte Auflage soll desto schöner ausfallen. Daß diese bald kommen müßte, daran würde ich garnicht zweifeln, wenn die neuen Unruhen uns nicht bedrohten. Es ist mir sehr unwahrscheinlich, daß das Buch, wenn es auch in 5‒6 Tagen ganz zum Absenden fertig ist, noch wird ungehindert nach Wien versandt werden können, woher uns schon seit 8 Tagen Zeitungen u[nd] Briefe fehlen.
Erst auf Ewr Wohlgebohren letztes Schreiben habe ich die folgenden Bogen genauer durchgesehen u[nd] gerade den 20 u[nd] 21sten von Druckfehlern u[nd] Nachlässigkeiten so entstellt gefunden, daß ich sogleich den ersten ganz u[nd] den andern zur Hälfte neu drucken zu lassen mich entschloß, außerdem werden noch 13 Cartons gedruckt, so hoffe ich, soll es noch leidlich werden. Auch das Titelblatt habe ich in der hiesigen Druckerey neu drucken lassen u[nd] lege Ewr Wohlgebohren ein Exemplar bey, da das erste nach oftmahliger Veränderung dennoch so schlecht ausgefallen. Mit dem 2ten Bande soll es gewiß besser gehen, indem ich die Correctur einem andern übergebe.
Für die pünktliche Versendung der Exemplare werde ich nach Ewr Wohlgebohren Auftrage besorgt sein.
Meinen letzten Brief mit dem Wechsel auf f 300‒ werden Ew. Wohlgebohren wohl erhalten [haben]?
Einliegenden Brief hat mir Herr Hofr[ath] Creuzer übergeben. Wenn der Krieg nicht ausbricht reise ich in 8 Tagen nach Leipzig, wohin mir dann Ew Wohlgebohren Briefe nachgesandt werden.
Mit hochachtungsvollster Verehrung verharre ich
Ewr Wohlgebohren
gehorsamster Diener
Zimmer.
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