• Caspar Anton von Mastiaux to August Wilhelm von Schlegel

  • Place of Dispatch: Uerdingen · Place of Destination: Amsterdam · Date: 13.12.1793
Edition Status: Newly transcribed and labelled; double collated
    Metadata Concerning Header
  • Sender: Caspar Anton von Mastiaux
  • Recipient: August Wilhelm von Schlegel
  • Place of Dispatch: Uerdingen
  • Place of Destination: Amsterdam
  • Date: 13.12.1793
    Manuscript
  • Provider: Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
  • OAI Id: DE-1a-34292
  • Classification Number: Mscr.Dresd.e.90,XIX,Bd.15,Nr.4
  • Number of Pages: 2S. auf Doppelbl., hs. m. U.
  • Format: 22,9 x 18,9 cm
  • Incipit: „[1] Urdingen am 13ten 10ber 93.
    Die Hannovrische Jeanfoutrerie ist eine im ganzen h: Rom: Reiche herrschende Epidemie – Auch ich [...]“
    Language
  • German
    Editors
  • Bamberg, Claudia
  • Varwig, Olivia
[1] Urdingen am 13ten 10ber 93.
Die Hannovrische Jeanfoutrerie ist eine im ganzen h: Rom: Reiche herrschende Epidemie – Auch ich habe davon einen verdrüßlichen Anfall fühlen müßen; so daß ich seit meiner Rükkunft aus Holland vielen Aerger, Chikane, und Kaballen zu bekämpfen hatte. Ich bin erst seit wenig Tagen wieder in meiner Heimath; und im Begriffe diese vielleicht auf immer zu verlaßen – wenn anderst meine Wünsche in Erfüllung gehen solten. – Was ich dann aber machen werde; läßt sich dermalen noch nicht bestimmen
– Sie werden mir es bester Schlegel! nicht verdenken; daß ich in diesem Wirbel von Verdrüßlichen Sollizitaturen unseren Briefwechsel nicht ämsiger begonnen habe.
Doch würden Sie heute auf ihren vortreflichen Brief vom 15n v. M. unfelbar eine Antwort erhalten, wenn auch ihr heutiges mich nicht dazu aufgefodert hätten.
Wenn Fritz mit dem Gelde bis zu Anfange Merz 94 warten kann; so werde ich Ihnen um diese Zeit 500. Pr. Berliner Kourant in einem Leipziger Wechsel übermachen; welche Summen Sie mir in drei Jahren obrükzalen; Wenn ich auf meiner dermaligen Stelle bleibe, so verlange ich von dem Gelde keine Zinsen; und werde sie gar nicht annehmen. Wenn es aber zur Imigrazion kömmt und ich von eigenem Fette zehren muß; so werden Sie mir es nicht verdenken; wenn ich mir die hier zu Lande üblichen Zinsen zu 4 pr cr davon ausbitten muß.
Vor dem Anfange des Monaths Merz aber ist es mir; so gerne ich auch wolte – schlechterdings eine Unmöglichkeit ihrem Gesuche [2] zu willfahren. Ich erwarte hierüber ihre schlenige Antwort damit ich die vorläufig nöthigen Anstalten zu diesem Zwecke treffen kann.
Nun auch eine Bitte: Ich bin dem Kaufmanne van der Tuck in Amsterdam für Zeug und Schneiderlohn – – – – – 212 f: 18 st. schuldig.
Hierbei folgt ein Wechsel von 157 – – 157 f:
Die nach Frankfurt übermachten 5 Louis de France betragen holladsch Cour. – – – – – 56. f

213 flor.
Wollten Sie mir wohl die Gefälligkeit erweisen und dieses Geld dem Herrn van Tuck auszahlen; und mir die Quittungen und für Zeug und Schneiderlohn übermachen?
Ich bin heute so überhäuft mit Arbeiten, daß ich weiter nichts sagen kann, als Sie bester Schlegel zu bitten, mir doch über die Ursachen warum Sie Amsterdamm eher verlaßen werden, eine beruhigende Auskunft zu geben.
Ihr
Frd M
[3] [leer]
[4] [leer]
[1] Urdingen am 13ten 10ber 93.
Die Hannovrische Jeanfoutrerie ist eine im ganzen h: Rom: Reiche herrschende Epidemie – Auch ich habe davon einen verdrüßlichen Anfall fühlen müßen; so daß ich seit meiner Rükkunft aus Holland vielen Aerger, Chikane, und Kaballen zu bekämpfen hatte. Ich bin erst seit wenig Tagen wieder in meiner Heimath; und im Begriffe diese vielleicht auf immer zu verlaßen – wenn anderst meine Wünsche in Erfüllung gehen solten. – Was ich dann aber machen werde; läßt sich dermalen noch nicht bestimmen
– Sie werden mir es bester Schlegel! nicht verdenken; daß ich in diesem Wirbel von Verdrüßlichen Sollizitaturen unseren Briefwechsel nicht ämsiger begonnen habe.
Doch würden Sie heute auf ihren vortreflichen Brief vom 15n v. M. unfelbar eine Antwort erhalten, wenn auch ihr heutiges mich nicht dazu aufgefodert hätten.
Wenn Fritz mit dem Gelde bis zu Anfange Merz 94 warten kann; so werde ich Ihnen um diese Zeit 500. Pr. Berliner Kourant in einem Leipziger Wechsel übermachen; welche Summen Sie mir in drei Jahren obrükzalen; Wenn ich auf meiner dermaligen Stelle bleibe, so verlange ich von dem Gelde keine Zinsen; und werde sie gar nicht annehmen. Wenn es aber zur Imigrazion kömmt und ich von eigenem Fette zehren muß; so werden Sie mir es nicht verdenken; wenn ich mir die hier zu Lande üblichen Zinsen zu 4 pr cr davon ausbitten muß.
Vor dem Anfange des Monaths Merz aber ist es mir; so gerne ich auch wolte – schlechterdings eine Unmöglichkeit ihrem Gesuche [2] zu willfahren. Ich erwarte hierüber ihre schlenige Antwort damit ich die vorläufig nöthigen Anstalten zu diesem Zwecke treffen kann.
Nun auch eine Bitte: Ich bin dem Kaufmanne van der Tuck in Amsterdam für Zeug und Schneiderlohn – – – – – 212 f: 18 st. schuldig.
Hierbei folgt ein Wechsel von 157 – – 157 f:
Die nach Frankfurt übermachten 5 Louis de France betragen holladsch Cour. – – – – – 56. f

213 flor.
Wollten Sie mir wohl die Gefälligkeit erweisen und dieses Geld dem Herrn van Tuck auszahlen; und mir die Quittungen und für Zeug und Schneiderlohn übermachen?
Ich bin heute so überhäuft mit Arbeiten, daß ich weiter nichts sagen kann, als Sie bester Schlegel zu bitten, mir doch über die Ursachen warum Sie Amsterdamm eher verlaßen werden, eine beruhigende Auskunft zu geben.
Ihr
Frd M
[3] [leer]
[4] [leer]
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