• August Wilhelm von Schlegel to Gottfried August Bürger

  • Place of Dispatch: Göttingen · Place of Destination: Unknown · Date: [Januar 1791]
Edition Status: Single collated printed full text with registry labelling
    Metadata Concerning Header
  • Sender: August Wilhelm von Schlegel
  • Recipient: Gottfried August Bürger
  • Place of Dispatch: Göttingen
  • Place of Destination: Unknown
  • Date: [Januar 1791]
  • Notations: Datum erschlossen.
    Printed Text
  • Provider: Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
  • OAI Id: 36284268X
  • Bibliography: Strodtmann, Adolf: Briefe von und an Gottfried August Bürger. Ein Beitrag zur Literaturgeschichte seiner Zeit. Aus dem Nachlasse Bürger’s und anderen, meist handschriftlichen Quellen. Bd. 4. Berlin 1874, S. 102‒103.
  • Incipit: „[Göttingen, Januar 1791.]
    An Gottfried August Bürger, des heiligen deutschen Reichs erwählten Volkspoëten, allzeit Mehrer des guten Geschmacks etc. etc.
    Wir flehen Ew. [...]“
[Göttingen, Januar 1791.]
An Gottfried August Bürger, des heiligen deutschen Reichs erwählten Volkspoëten, allzeit Mehrer des guten Geschmacks etc. etc.
Wir flehen Ew. Poetisirlichkeit mit einem unterthänigen Gesuche an, in Betreff zweyer Gedichte, so von zwey Marburgischen Dichtern (mirabile dictu) auf eben dieselben bouts rimés oder sogenannten Endreime ausgefertigt worden. Da sich ein ehrsames Marburgisches Publicum über den Werth sothaner Gedichte entzweyt hat, und den Ausspruch eines bewährten Dichters darüber zu vernehmen wünscht, welches Gesuch durch Frau Caroline Böhmern, gebohrne Michaelis, an uns gekommen, so haben wir kein Bedenken getragen Ew. Poëtisirlichkeit mit solcher Bitte unterthänigst anzugehen, und haben wir das Zutraun zu der oft erfahrnen Huld, daß ihr dieselbe zu erfüllen würdigen werdet. So fügen wir auch noch die gleichfalls aus Marburg erhaltnen bouts rimés eines sogenannten Selbstmörders zur etwanigen Gemüthsergötzung für Eure Poëtisirlichkeit hinzu. Die wir verharren etc. etc.
Aug. Wilh. Schlegel.
Meine Übersetzung des Ugol[ino, nach Dante] möchte ich wiederhaben: ich brauche sie. Leben Sie wohl und verzeihen Sie meine Narrheit.
[Göttingen, Januar 1791.]
An Gottfried August Bürger, des heiligen deutschen Reichs erwählten Volkspoëten, allzeit Mehrer des guten Geschmacks etc. etc.
Wir flehen Ew. Poetisirlichkeit mit einem unterthänigen Gesuche an, in Betreff zweyer Gedichte, so von zwey Marburgischen Dichtern (mirabile dictu) auf eben dieselben bouts rimés oder sogenannten Endreime ausgefertigt worden. Da sich ein ehrsames Marburgisches Publicum über den Werth sothaner Gedichte entzweyt hat, und den Ausspruch eines bewährten Dichters darüber zu vernehmen wünscht, welches Gesuch durch Frau Caroline Böhmern, gebohrne Michaelis, an uns gekommen, so haben wir kein Bedenken getragen Ew. Poëtisirlichkeit mit solcher Bitte unterthänigst anzugehen, und haben wir das Zutraun zu der oft erfahrnen Huld, daß ihr dieselbe zu erfüllen würdigen werdet. So fügen wir auch noch die gleichfalls aus Marburg erhaltnen bouts rimés eines sogenannten Selbstmörders zur etwanigen Gemüthsergötzung für Eure Poëtisirlichkeit hinzu. Die wir verharren etc. etc.
Aug. Wilh. Schlegel.
Meine Übersetzung des Ugol[ino, nach Dante] möchte ich wiederhaben: ich brauche sie. Leben Sie wohl und verzeihen Sie meine Narrheit.
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