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<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="4422"><titleStmt><title>August Wilhelm von Schlegel an Andreas August Ernst Schleiermacher</title><editor><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName><persName role="Technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Bearbeiterin"><forename>Olivia</forename><surname>Varwig</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-marburg.de">Philipps-Universität Marburg</orgName><orgName ref="https://www.slub-dresden.de">Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier / Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://august-wilhelm-schlegel.de/briefedigital/contact">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition><persName role="Bearbeiter/in"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname></persName><persName role="Bearbeiter/in"><forename>Patrick</forename><surname>Vogel</surname></persName></edition></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 3.0 DE)</licence><ab type="version">version-01-22</ab><ab type="edition">Digitale Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels</ab><ab type="state">Neu transkribiert und ausgezeichnet; zweimal kollationiert</ab></availability><date when="2022-01-26"/><idno type="url">https://august-wilhelm-schlegel.de/briefedigital/letters/view/4422</idno></publicationStmt><sourceDesc><msDesc n="carrier2"><msIdentifier><institution>Darmstadt, Hessisches Staatsarchiv</institution><idno type="signatur">D 12 Nr. 48/35</idno></msIdentifier><physDesc><objectDesc><ab type="type">Manuscript</ab><ab type="subtype">Original</ab><ab type="pages">2 S., hs. m. U.</ab><ab type="note">Datum erschlossen. – Datierung: Vgl. Schlegels Brief an A. A. E. Schleiermacher vom 29. November 1830, in dem Schlegel diesem Vullers empfiehlt.</ab></objectDesc></physDesc></msDesc></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://august-wilhelm-schlegel.de/briefedigital/letters/view/4422"><correspAction type="sent"><persName key="766" ref="http://d-nb.info/gnd/118607960">August Wilhelm von Schlegel</persName><placeName key="887" ref="http://d-nb.info/gnd/1001909-1">Bonn</placeName><date when="1831-02-01">[1831]</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="http://d-nb.info/gnd/115749829 ">Andreas August Ernst Schleiermacher</persName><placeName key="2396" ref="http://d-nb.info/gnd/4011077-1">Darmstadt</placeName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier2" url="https://august-wilhelm-schlegel.de/briefedigital/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-030n-f.tif"/><graphic n="2" decls="carrier2" url="https://august-wilhelm-schlegel.de/briefedigital/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-030n-g.tif"/></facsimile><text><body><div><p><milestone unit="start" n="43349"/>[1]<note type="Notiz_zur_Transkription"><title>Paginierung des Editors</title></note><milestone unit="end" n="43349"/> Hochgeehrtester <lb/>Herr Geheime-Cabinetsrath! <lb/><persName key="9764">Dr. <hi rend="family:Courier">Vullers</hi></persName> sagt mir, er habe das Glück gehabt, von Ew. Hochwohlgeboren einen Brief zu empfangen, welcher ihm einige Aussicht zu der gewünschten Anstellung in <placeName key="1100"><orgName key="11529">Gießen</orgName></placeName> eröffne. Ich bin darüber sehr erfreut, indem ich an der Beförderung dieses bescheidenen, fleißigen und musterhaft gesitteten jungen Gelehrten aufrichtigen Antheil nehme. Seit ich die Ehre hatte <ref target="fud://4423">Ihnen zu schreiben</ref>, und von Ihnen eine so verbindliche Antwort unter d. 24sten Dec. v. J. zu erhalten, habe ich Gelegenheit gehabt, durch fortgesetzten Umgang mit Dr. <hi rend="family:Courier">Vullers</hi>, alles was ich zu seiner Empfehlung sagte, bestätigt zu finden. Er nimmt fortwährend Antheil an den praktischen Übungen im Sanskrit bei mir; ich habe mich auch verwichenen Winter zu seinem Schüler gemacht, indem ich mir in einigen Stunden die Anfangsgründe des Persischen erklären ließ. Er hat sich als Privat-Docent <placeName key="887"><orgName key="6155">hier</orgName></placeName> habilitirt, und hält bereits Vorlesungen, welche Beifall zu finden scheinen, theils exegetische über Bücher des alten Testaments, theils über die Persische Sprache. In seiner so eben erschienenen Schrift: <name key="12811" type="work"><hi rend="family:Courier">Fragmente über die Religion des Zoroaster</hi></name>, hat er hübsche Proben seiner philologischen Einsichten, und seines <milestone unit="start" n="43350"/>[2]<note type="Notiz_zur_Transkription"><title>Paginierung des Editors</title></note><milestone unit="end" n="43350"/> kritischen Urtheils gegeben. Da in Gießen eine katholisch theologische Facultät gestiftet worden, so ist es wohl eher ein günstiger als nachtheiliger Umstand für ihn, daß er katholischer Religion ist. Es fehlt noch gar sehr an katholischen Orientalisten; und die Studenten dieser Confession können doch nur bei einem Glaubensgenossen mit vollem Vertrauen exegetische Vorlesungen hören. Die protestantischen Studenten hingegen werden dergleichen von einem katholischen Lehrer, ist er nur sonst ein guter Hebräist, ohne Bedenken benutzen. <lb/>Genehmigen Sie die Versicherung der ausgezeichnetsten Hochachtung, womit ich die Ehre habe zu seyn <lb/>Ew. Hochwohlgeboren <lb/>ergebenster <lb/>AWvon Schlegel <lb/><lb/>An <lb/>Herrn Geheime-Cabinetsrath <lb/><hi rend="family:Courier">Schleiermacher </hi>Hochwohlgeb.<hi rend="family:Courier"> </hi><lb/>in<hi rend="family:Courier"> <lb/><placeName key="2396">Darmstadt</placeName></hi></p></div></body></text></TEI>
