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<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="965"><titleStmt><title>August Wilhelm von Schlegel an Matthias Friedrich Nicolovius</title><editor><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName><persName role="Technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Bearbeiterin"><forename>Olivia</forename><surname>Varwig</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-marburg.de">Philipps-Universität Marburg</orgName><orgName ref="https://www.slub-dresden.de">Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier / Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://august-wilhelm-schlegel.de/briefedigital/contact">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition/></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 3.0 DE)</licence><ab type="version">version-01-22</ab><ab type="edition">Digitale Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels</ab><ab type="state">Einmal kollationierter Druckvolltext mit Registerauszeichnung</ab></availability><date when="2022-01-26"/><idno type="url">https://august-wilhelm-schlegel.de/briefedigital/letters/view/965</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl n="carrier1"><title>Briefe von und an August Wilhelm Schlegel. Gesammelt und erläutert durch Josef Körner. Bd. 1. Zürich u.a. 1930, S. 144‒145.</title><idno type="print">343347008_AWSanNicolovius_13031802</idno></bibl><msDesc n="carrier2"><msIdentifier><institution>Dresden, Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek</institution><idno type="signatur">Mscr.Dresd.e.90,XX,Bd.5,Nr.44</idno></msIdentifier><physDesc><objectDesc><ab type="oai">DE-611-37142</ab><ab type="alternativeOai">DE-611-2117732</ab><ab type="alternativeSignatur">Mscr.Dresd.e.90,XX,Bd.5,S.27-30</ab><ab type="type">Manuscript</ab><ab type="subtype">Original</ab><ab type="pages">3 S. auf Doppelbl., hs. m. U.</ab><ab type="paper">18,9 x 11,3 cm</ab><ab type="note">Empfangsort erschlossen.</ab></objectDesc></physDesc></msDesc></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://august-wilhelm-schlegel.de/briefedigital/letters/view/965"><correspAction type="sent"><persName key="766" ref="http://d-nb.info/gnd/118607960">August Wilhelm von Schlegel</persName><placeName key="15" ref="http://d-nb.info/gnd/2004272-3">Berlin</placeName><date when="1802-03-13">1802-03-13</date></correspAction><correspAction type="received"><persName key="1437" ref="http://d-nb.info/gnd/116996544">Matthias Friedrich Nicolovius</persName><placeName key="1362" ref="http://d-nb.info/gnd/4031541-1">Königsberg</placeName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier1" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/brievouna_343347008_0001/brievouna_343347008_0001_tif/jpegs/00000162.tif.original.jpg"/><graphic n="2" decls="carrier1" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/brievouna_343347008_0001/brievouna_343347008_0001_tif/jpegs/00000163.tif.original.jpg"/><graphic n="1" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/Schlunja_DE-611-37142_Bd.5/Schlunja_DE-611-37142_Bd.5_tif/jpegs/00000027.tif.original.jpg"/><graphic n="2" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/Schlunja_DE-611-37142_Bd.5/Schlunja_DE-611-37142_Bd.5_tif/jpegs/00000028.tif.original.jpg"/><graphic n="3" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/Schlunja_DE-611-37142_Bd.5/Schlunja_DE-611-37142_Bd.5_tif/jpegs/00000029.tif.original.jpg"/><graphic n="4" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/Schlunja_DE-611-37142_Bd.5/Schlunja_DE-611-37142_Bd.5_tif/jpegs/00000030.tif.original.jpg"/></facsimile><text><body><div><p>[1] <placeName key="15">Berlin</placeName> d. 13 März 1802<lb/><persName key="132">Madam Bernhardi</persName> hat mir aufgetragen, da eine Unpäßlichkeit sie verhindert selbst zu schreiben, Ihnen zu melden, daß der Druck <name key="45" type="work">der Mährchen</name> nunmehr beendigt ist. Gestern habe ich die letzten Correcturen bekommen, die ich, wie Sie wissen, übernommen hatte, und mit aller Aufmerksamkeit besorgt, so daß ich Ihnen für Genauigkeit des Drucks einstehen kann. Der Druck war bis zum 19ten Bogen vorgerückt, es sollten nach dem zehnten Mährchen noch zwey hinzukommen; die Verfasserin verlor aber durch <persName key="83">einen traurigen Todesfall in ihrer Familie</persName>, und ihr übles Befinden, alle Stimmung und Kräfte, ihre schon völlig geordneten Entwürfe auszuführen. Da nun noch so viel fehlte, um das gehörige Maaß eines Bandes auszufüllen, so überredete ich sie, ein [2] dramatisirtes und ganz in Versen abgefaßtes Mährchen von größerem Umfange, das sie fertig liegen und zu einem für sie weit vortheilhafteren Gebrauche bestimmt hatte, in die Sammlung dieser anmuthigen Dichtungen mit hinein zu geben wovon es unstreitig die schönste Zierde ausmacht. – Mit diesem ist nun das Ganze 23½ Bogen geworden, und nach dieser Bestimmung des gesamten Honorars haben Sie wohl die Güte zur Auszahlung des restirenden eine Anstalt zu treffen.<lb/>Da der Titel <hi rend="weight:bold">Mährchen</hi> zu einfach und unbestimmt schien, so habe ich ihn folgendergestalt erweitert:<lb/><name key="45" type="work"><hi rend="weight:bold">Wunderbilder und Träume</hi><lb/>in<lb/>eilf Mährchen<lb/>von<lb/><persName key="132"><hi rend="weight:bold">Sophie B.</hi></persName></name><lb/>und ich hoffe, daß Ihnen diese Wahl recht seyn wird. Die ebenso reiche als zarte und gefällige Fantasie, die in diesen Er[3]zählungen herrscht, und sich noch glänzender in den musikalischen und mannichfaltig wechselnden Sylbenmaßen des Dramas offenbart, muß ihnen unfehlbar den Beyfall der Kenner erwerben.<lb/>Ich hoffe Sie, wo nicht bey Ihrer Durchreise, zuverläßig auf <orgName key="6043">der Ostermesse</orgName> in <placeName key="22">Leipzig</placeName> zu sehn, wo ich Ihnen vielleicht einen oder den andern Vorschlag zu thun habe.<lb/>Mit vollkommenster Hochachtung<lb/>Ihr ergebner<lb/><hi rend="weight:bold">A. W. Schlegel</hi><lb/>[4]</p></div></body></text></TEI>
