• August Ferdinand Naeke to August Wilhelm von Schlegel

  • Place of Dispatch: Bonn · Place of Destination: Bonn · Date: 24. März [1838]
Edition Status: Newly transcribed and labelled; double collated
    Metadata Concerning Header
  • Sender: August Ferdinand Naeke
  • Recipient: August Wilhelm von Schlegel
  • Place of Dispatch: Bonn
  • Place of Destination: Bonn
  • Date: 24. März [1838]
  • Notations: Datum (Jahr) sowie Absende- und Empfangsort erschlossen. – Datierung: Der fünfte Jahrgang des „Rheinischen Museums für Philologie“ erschien 1836.1838 fiel der 24. März auf einen Samstag.
    Manuscript
  • Provider: Dresden, Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek
  • OAI Id: DE-611-35010
  • Classification Number: Mscr.Dresd.e.90,XIX,Bd.17,Nr.2
  • Number of Pages: 2 S. auf Doppelbl., hs. m. U. u. Adresse
  • Format: 21,1 x 12,9 cm
  • Incipit: „[1] Hochverehrter Herr und Freund,
    Der erste freie Federzug nach geschlossenen Vorlesungen und Beseitigung dringendster anderer Geschäftsarbeit war Ihnen schon seit [...]“
    Language
  • German
    Editors
  • Bamberg, Claudia
  • Varwig, Olivia
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[1] Hochverehrter Herr und Freund,
Der erste freie Federzug nach geschlossenen Vorlesungen und Beseitigung dringendster anderer Geschäftsarbeit war Ihnen schon seit ein paar Tagen zugedacht.
Also zuerst hier die 3 letzten Hefte des 5ten Bandes N. Rhein. Mus. mit ergebenster Empfehlung. Sie fehlen Ihnen ja wohl noch alle drei? Nicht so?
Dann – und das ist eigentlich das erste, und was ich gern umgehend auf Ihre erfreulichen Zeilen vom Dienstag geantwortet hätte, wenn das Gedränge nicht gar zu arg gewesen wäre – meine Freude über das Behagen, das Sie an dem neuesten Proömium gefunden haben. Meine besondere Freude, daß Sie es gefunden haben. Ja ja, es wird wohl nicht anders sein. Ich meine auch, daß sich dieß, womit ich mich, wie auch gesagt worden, schon sehr lange getragen, so an Beispielen in der Kürze gezeigt, vieles erläuternde bei Seite gestellt, und nur angedeutet, gut macht.
Endlich die Ankündigung des Besuches, den ich [2] schon längst hätte machen sollen. Aber ich glaube in der That, daß Sie keine deutliche Übersicht davon haben, wie ich immer in dieser letzten Zeit des Semesters hin und her gerissen bin. Dazu noch das Directorat der Prüfungs-Commission. Beim Lectionscatalog und bei der Hast, mit der er jedes Mal gedruckt werden muß, die stete Besorgniß, daß so etwas recht tolles stehen bleibe. Und da kommen sie denn hinterdrein, und klagen der eine dieß, der andere das. Denn natürlich meint jeder, daß der Catalog im Grunde nur um seiner Anzeige willen gedruckt werde. Doch ist mir das gerade dießmal nicht geschehen, und geschieht auch überhaupt im ganzen genommen nicht oft.
Das sind alles Dinge, von denen Sie – und zwar gebührender Maßen – in der Freiheit Ihrer fast immer selbstgewählten Beschäftigungen kaum eine Vorstellung haben können.
verehrungsvoll
der Ihrige
Näke
Samstag 24. März
[3] [leer]
[4] An
Herrn Profess. von Schlegel
Commandeur, Ritter pp
Hochwohlgeboren
hier
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[1] Hochverehrter Herr und Freund,
Der erste freie Federzug nach geschlossenen Vorlesungen und Beseitigung dringendster anderer Geschäftsarbeit war Ihnen schon seit ein paar Tagen zugedacht.
Also zuerst hier die 3 letzten Hefte des 5ten Bandes N. Rhein. Mus. mit ergebenster Empfehlung. Sie fehlen Ihnen ja wohl noch alle drei? Nicht so?
Dann – und das ist eigentlich das erste, und was ich gern umgehend auf Ihre erfreulichen Zeilen vom Dienstag geantwortet hätte, wenn das Gedränge nicht gar zu arg gewesen wäre – meine Freude über das Behagen, das Sie an dem neuesten Proömium gefunden haben. Meine besondere Freude, daß Sie es gefunden haben. Ja ja, es wird wohl nicht anders sein. Ich meine auch, daß sich dieß, womit ich mich, wie auch gesagt worden, schon sehr lange getragen, so an Beispielen in der Kürze gezeigt, vieles erläuternde bei Seite gestellt, und nur angedeutet, gut macht.
Endlich die Ankündigung des Besuches, den ich [2] schon längst hätte machen sollen. Aber ich glaube in der That, daß Sie keine deutliche Übersicht davon haben, wie ich immer in dieser letzten Zeit des Semesters hin und her gerissen bin. Dazu noch das Directorat der Prüfungs-Commission. Beim Lectionscatalog und bei der Hast, mit der er jedes Mal gedruckt werden muß, die stete Besorgniß, daß so etwas recht tolles stehen bleibe. Und da kommen sie denn hinterdrein, und klagen der eine dieß, der andere das. Denn natürlich meint jeder, daß der Catalog im Grunde nur um seiner Anzeige willen gedruckt werde. Doch ist mir das gerade dießmal nicht geschehen, und geschieht auch überhaupt im ganzen genommen nicht oft.
Das sind alles Dinge, von denen Sie – und zwar gebührender Maßen – in der Freiheit Ihrer fast immer selbstgewählten Beschäftigungen kaum eine Vorstellung haben können.
verehrungsvoll
der Ihrige
Näke
Samstag 24. März
[3] [leer]
[4] An
Herrn Profess. von Schlegel
Commandeur, Ritter pp
Hochwohlgeboren
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