• Philipp Joseph von Rehfues to August Wilhelm von Schlegel

  • Place of Dispatch: Bonn · Place of Destination: Bonn · Date: 06.06.1842
Edition Status: Newly transcribed and labelled; double collated
    Metadata Concerning Header
  • Sender: Philipp Joseph von Rehfues
  • Recipient: August Wilhelm von Schlegel
  • Place of Dispatch: Bonn
  • Place of Destination: Bonn
  • Date: 06.06.1842
  • Notations: Konzept.
    Manuscript
  • Provider: Bonn, Universitäts- und Landesbibliothek
  • OAI Id: 1918137
  • Classification Number: S 1392 : 74
  • Number of Pages: 1 e. Briefentwurf (1 Doppelbl.=4 S.)
  • Incipit: „[1] B d. 6. Juni 42. Hr. A. W. v. Schlegel in Bonn.
    Ich kann mich nicht enthalten, Ew. Hochwohlg. zu [...]“
    Language
  • German
    Editors
  • Bamberg, Claudia
  • Strobel, Jochen
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[1] B d. 6. Juni 42. Hr. A. W. v. Schlegel in Bonn.
Ich kann mich nicht enthalten, Ew. Hochwohlg. zu dem Orden pour le mérite zu gratuliren.
Er gebührt recht eigentlich Ihnen, da er ursprünglich von Friederich dem Grossen, (so viel ich weiß,), gestiftet, von Ihm auch Grossen geistigen Notabilitäten wie Voltaireʼn u. namentlich Voltaireʼn ertheilt worden ist: wie namentlich Voltaireʼn. Offenbar ist meint es kein mensch in Berlin im Preuss. Staat, der es xxxx xx mit dem liter. Ruhm des Königs so gewissenhaft nimmt wie als Sie. In Jahren erscheint vielleicht eine
Nach jenem Vorgang könnte vielleicht die Trennung der toga überflüssig erscheinen. Demnach war die Bildung einer eigenen Classe nöthig, wenn Schwerlich würde dann aber auch die weise Beschränkung auf eine kleine Zahl von Mitgliedern möglich werden sollte. geworden sein. Diese [2] ist aber das einzige Mittel, dem gesunkenen Ordenswesen wieder aufzuhelfen.
Ich denke, Sie werden Sich über die Gesellschaft, in der Sie sind, nicht beschweren. Man wird gegen zwei oder drei Namen ausgenommen gegen die getroffene Auswahl wenig einwenden können; denn wenn auch einige Männer gewählt worden sind die der xxxxx Ritter ihres Gleichen noch in der Deutschen Wissenschaft haben, so ist es nun an diesen selbst nun den demüthigen Uebrigen Raum geworden, die Lücken, die unter ihnen entstehen können, mit würdigen Männern auszufüllen.
Mit den Hexametern gelingt es mir immer besser. Den Trochäus abgerechnet, hoffe ich es Ihnen bald zu Danke zu machen. Auch mein erster Gesang ist ganz übergearbeitet u. wird sich in einer neuen Ausgabe besser lesen lassen.
Sollten sich folgende Worte nicht als [3] dactylisch brauchen lassen?
Rosenkranz,
Abendbrot,
Weihgeschenk,
Gedankenschwer,
Hoffnungslos;
freilich kann ich nichts dafür anführen, als den Accent der Aussprache, der in allen deutschen Zungen die xxx erste Sylbe entschieden betont, aus Wolfffs Vorgang. Bei aller Strenge, die er dieser gegen Voß geltend machte, läßt er doch Vermessenheit, Menschlichkeit, Entschuldigung, gewissenhaft, zu und tröstet sich mit dem Wort: non aliter fit versus. 3Er 2sagt 4dabei 1freilich setzt er hinzu: Diesers Vers müsse Wort wolle mit einem grossen Salzkorn verstanden [4] sein; aber mit diesem Korn scheint mir auch das Abendbrot wirklich mit und seinen Genossen ganz genießbar.
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[1] B d. 6. Juni 42. Hr. A. W. v. Schlegel in Bonn.
Ich kann mich nicht enthalten, Ew. Hochwohlg. zu dem Orden pour le mérite zu gratuliren.
Er gebührt recht eigentlich Ihnen, da er ursprünglich von Friederich dem Grossen, (so viel ich weiß,), gestiftet, von Ihm auch Grossen geistigen Notabilitäten wie Voltaireʼn u. namentlich Voltaireʼn ertheilt worden ist: wie namentlich Voltaireʼn. Offenbar ist meint es kein mensch in Berlin im Preuss. Staat, der es xxxx xx mit dem liter. Ruhm des Königs so gewissenhaft nimmt wie als Sie. In Jahren erscheint vielleicht eine
Nach jenem Vorgang könnte vielleicht die Trennung der toga überflüssig erscheinen. Demnach war die Bildung einer eigenen Classe nöthig, wenn Schwerlich würde dann aber auch die weise Beschränkung auf eine kleine Zahl von Mitgliedern möglich werden sollte. geworden sein. Diese [2] ist aber das einzige Mittel, dem gesunkenen Ordenswesen wieder aufzuhelfen.
Ich denke, Sie werden Sich über die Gesellschaft, in der Sie sind, nicht beschweren. Man wird gegen zwei oder drei Namen ausgenommen gegen die getroffene Auswahl wenig einwenden können; denn wenn auch einige Männer gewählt worden sind die der xxxxx Ritter ihres Gleichen noch in der Deutschen Wissenschaft haben, so ist es nun an diesen selbst nun den demüthigen Uebrigen Raum geworden, die Lücken, die unter ihnen entstehen können, mit würdigen Männern auszufüllen.
Mit den Hexametern gelingt es mir immer besser. Den Trochäus abgerechnet, hoffe ich es Ihnen bald zu Danke zu machen. Auch mein erster Gesang ist ganz übergearbeitet u. wird sich in einer neuen Ausgabe besser lesen lassen.
Sollten sich folgende Worte nicht als [3] dactylisch brauchen lassen?
Rosenkranz,
Abendbrot,
Weihgeschenk,
Gedankenschwer,
Hoffnungslos;
freilich kann ich nichts dafür anführen, als den Accent der Aussprache, der in allen deutschen Zungen die xxx erste Sylbe entschieden betont, aus Wolfffs Vorgang. Bei aller Strenge, die er dieser gegen Voß geltend machte, läßt er doch Vermessenheit, Menschlichkeit, Entschuldigung, gewissenhaft, zu und tröstet sich mit dem Wort: non aliter fit versus. 3Er 2sagt 4dabei 1freilich setzt er hinzu: Diesers Vers müsse Wort wolle mit einem grossen Salzkorn verstanden [4] sein; aber mit diesem Korn scheint mir auch das Abendbrot wirklich mit und seinen Genossen ganz genießbar.
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