• Philipp Joseph von Rehfues to August Wilhelm von Schlegel

  • Place of Dispatch: Bonn · Place of Destination: Bonn · Date: 09.03.1843
Edition Status: Newly transcribed and labelled; double collated
    Metadata Concerning Header
  • Sender: Philipp Joseph von Rehfues
  • Recipient: August Wilhelm von Schlegel
  • Place of Dispatch: Bonn
  • Place of Destination: Bonn
  • Date: 09.03.1843
  • Notations: Konzept.
    Manuscript
  • Provider: Bonn, Universitäts- und Landesbibliothek
  • OAI Id: 1918204
  • Classification Number: S 1392 : 89
  • Number of Pages: 1 e. Briefentwurf (1 Doppelbl.=2 S.)
  • Incipit: „[1] B d. 9.ten März 43. Hr. A. W. v. Schlegel hier.
    Ich schicke Ihnen hier die Acten in Sachen der [...]“
    Language
  • German
    Editors
  • Bamberg, Claudia
  • Strobel, Jochen
Notice (8): Undefined offset: 0 [APP/View/Letters/view.ctp, line 360]/version-04-20/letters/view/1814" data-language="">
[1] B d. 9.ten März 43. Hr. A. W. v. Schlegel hier.
Ich schicke Ihnen hier die Acten in Sachen der Schriften des grossen Königs zurück, mein hochverehrter Freund. Sie kommen so spät, weil ich immer auf eine productive Stimmung wartete, um ein Sendschreiben der ko. Akademie von Dülken an Hn. Geheimen . . . Schneider zu entwerfen. Aber das viele Lesen dieses Winters, besonders der 40 Bände St. Simons, hat mich um jede Stimmung der Art gebracht. Ich hätte sie sehr nöthig, um an meinem Colombo fortzufahren, dessen 2ter Gesang längst fertig ist. In meinem Alter ist ein halbes Jahr Stillstand ein schwerer Verlust für Arbeiten, welche nach allgemeiner Versicherung Jugend verlangen. Ich komme jetzt schwerer wieder hinein, da das Wesentlichste alles entworfen, ist und nur die Ausführung des Einzelnen, nöthig ist. oder das [2] Rhetorische, wenn ich von der Akademie den Ausdruck borgen darf, übrig ist. Diese hat weniger Interesse, als die Erfindung; man kann sie nicht Tage lang mit sich im Kopfe herumtragen u. sich allmählig dafür erwärmen; wo dann das Bedürfniß, Alles aufs Papier zu werfen, plötzlich u. unwiderstehlich eintritt.
Eine kleine Erkältung hat mich ein paar Tage zu Hause gehalten und ich bin heute zum erstenmal wieder in der freien Luft gewesen.
Ich hoffe, daß Sie Sich wohl befinden.
Re.
Notice (8): Undefined offset: 0 [APP/View/Letters/view.ctp, line 442]/version-04-20/letters/view/1814" data-language="">
[1] B d. 9.ten März 43. Hr. A. W. v. Schlegel hier.
Ich schicke Ihnen hier die Acten in Sachen der Schriften des grossen Königs zurück, mein hochverehrter Freund. Sie kommen so spät, weil ich immer auf eine productive Stimmung wartete, um ein Sendschreiben der ko. Akademie von Dülken an Hn. Geheimen . . . Schneider zu entwerfen. Aber das viele Lesen dieses Winters, besonders der 40 Bände St. Simons, hat mich um jede Stimmung der Art gebracht. Ich hätte sie sehr nöthig, um an meinem Colombo fortzufahren, dessen 2ter Gesang längst fertig ist. In meinem Alter ist ein halbes Jahr Stillstand ein schwerer Verlust für Arbeiten, welche nach allgemeiner Versicherung Jugend verlangen. Ich komme jetzt schwerer wieder hinein, da das Wesentlichste alles entworfen, ist und nur die Ausführung des Einzelnen, nöthig ist. oder das [2] Rhetorische, wenn ich von der Akademie den Ausdruck borgen darf, übrig ist. Diese hat weniger Interesse, als die Erfindung; man kann sie nicht Tage lang mit sich im Kopfe herumtragen u. sich allmählig dafür erwärmen; wo dann das Bedürfniß, Alles aufs Papier zu werfen, plötzlich u. unwiderstehlich eintritt.
Eine kleine Erkältung hat mich ein paar Tage zu Hause gehalten und ich bin heute zum erstenmal wieder in der freien Luft gewesen.
Ich hoffe, daß Sie Sich wohl befinden.
Re.
×