﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="4100"><titleStmt><title>Antun Mihanović an August Wilhelm von Schlegel</title><editor><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName><persName role="Technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Bearbeiterin"><forename>Olivia</forename><surname>Varwig</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-marburg.de">Philipps-Universität Marburg</orgName><orgName ref="https://www.slub-dresden.de">Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier / Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-04-20/contact">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition><persName role="Bearbeiter/in"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname></persName><persName role="Bearbeiter/in"><forename>Olivia</forename><surname>Varwig</surname></persName></edition></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 3.0 DE)</licence><ab type="version">version-04-20</ab><ab type="edition">Digitale Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels</ab><ab type="state">Neu transkribiert und ausgezeichnet; zweimal kollationiert</ab></availability><date when="2020-04-01"/><idno type="url">https://august-wilhelm-schlegel.de/version-04-20/letters/view/4100</idno></publicationStmt><sourceDesc><msDesc n="carrier2"><msIdentifier><institution>Dresden, Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek</institution><idno type="signatur">Mscr.Dresd.e.90,XIX,Bd.5,Nr.32</idno></msIdentifier><physDesc><objectDesc><ab type="oai">DE-1a-33441</ab><ab type="alternativeOai">DE-1a-1877816</ab><ab type="alternativeSignatur">Mscr.Dresd.e.90,XIX,Bd.5,S.113-114</ab><ab type="type">Manuscript</ab><ab type="subtype">Original</ab><ab type="pages">2S., hs. m. U.</ab><ab type="paper">24,7 x 21 cm</ab><ab type="note">Empfangsort erschlossen.</ab></objectDesc></physDesc></msDesc></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-04-20/letters/view/4100"><correspAction type="sent"><persName ref="http://d-nb.info/gnd/121489809">Antun Mihanović</persName><placeName key="16" ref="http://d-nb.info/gnd/4066009-6">Wien</placeName><date when="1823-06-08">1823-06-08</date></correspAction><correspAction type="received"><persName key="766" ref="http://d-nb.info/gnd/118607960">August Wilhelm von Schlegel</persName><placeName key="887" ref="http://d-nb.info/gnd/1001909-1">Bonn</placeName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/AWvS_DE-1a-33441_Bd.5/AWvS_DE-1a-33441_Bd.5_tif/jpegs/00000113.tif.original.jpg"/><graphic n="2" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/AWvS_DE-1a-33441_Bd.5/AWvS_DE-1a-33441_Bd.5_tif/jpegs/00000114.tif.original.jpg"/></facsimile><text><body><div><p><milestone unit="start" n="22000"/>[1]<note type="Notiz_zur_Transkription"><title>Paginierung des Editors</title></note><milestone unit="end" n="22000"/> Hoch und Wohlgebohrner Herr Ritter,<lb/>Hochgeehrtester Herr Professor!<lb/>Dem ersten Gründer des Sanskrit-Studiums in Deutschland, einem Schriftsteller, auf den sein großes Vaterland mit Recht stolz ist – überreiche ich nicht ohne Schüchternheit <name key="6828" type="work">einen Versuch</name>, den ich über die Analogie des Sanskrites mit dem Slawischen Deutsch zu schreiben gewagt. Ermuntert von Männern, wie <persName key="6826">unser <hi rend="family:Courier">Dobrowsky</hi></persName> <persName key="1342">Hofrath v <hi rend="family:Courier">Hammer</hi></persName>, <hi rend="family:Courier"><persName key="6827">Kopitar</persName> </hi>und <persName key="1335">B<hi rend="offset:4;underline:1">n</hi> v <hi rend="family:Courier">Hormayer</hi></persName>, etwas von meinen Untersuchungen (die eigentlich die ältere Geschichte meines Vaterlandes, Illyriens, betreffen) bekannt zu machen, schrieb ich den anruhenden Aufsatz; und B<hi rend="offset:4;underline:1">n</hi> <hi rend="family:Courier">Hormayer</hi> hatte die Güte, solchen in <name key="12493" type="periodical">sein „Archiv für Geschichte etc.“</name> aufzunehmen. Hätte ich mich beruhigen können, es täusche mich nicht die Eigenliebe, wenn ich hoffte, Euer Hochwohlgebohren dürften ihn nicht ganz werthlos finden; ich würde mir für denselben einige Blätter in <name key="2322" type="periodical">Ihrer vortrefflichen Indischen Bibliothek</name> erbetten haben. <lb/>Nunmehr empfehle ich meinen Versuch Hochdero einsichtsvoller Würdigung, und der Milde Ihres Urtheiles, die gleich Ihren hohen Verdiensten gerühmt wird. Daß diese kleine Arbeit keinen bleibenden Werth habe, verhehle ich mir nicht. Möge sie nur einen meiner Stammgenossen anregen, den Geschick, Neigung und Muße zu <milestone unit="start" n="22001"/>[2]<note type="Notiz_zur_Transkription"><title>Paginierung des Editors</title></note><milestone unit="end" n="22001"/> ähnlichen Forschungen begünstigen; getrost ertrage ich die Vergessenheit, welche der schwachen Anfänge sicheres Schicksal ist. Denn erstehet einst auf festem Grunde ein Gebäude, die stattliche Façade fesselt alle Blicke; wer gedenckt noch der unverdrossenen Mühe jener, die zuerst den spröden Grund aufgegraben? Und wie Wenige sind berufen, das gediegene, bleibende Ganze allein aufzuführen! Nur für diese bleibt der immergrüne Kranz<lb/>Entschuldigen Euer Hochwohlgebohren meine Freyheit, und genehmigen Hochdieselben zugleich den verlegenen, doch innigsten Ausdruck meiner wahrsten Hochachtung, und des wärmsten Dankes für so manche genußreiche Belehrung, welche mir <name key="858" type="work">die Werke Ihres seltenen Genius</name> stets gewähren.<lb/>Euer Hoch und Wohlgebohren<lb/>ergebenster Dr<lb/><hi rend="family:Courier">Av </hi><hi rend="family:Courier;underline:1">Mihanovich</hi><lb/><hi rend="family:Courier">k. k. Auditeur</hi><lb/><placeName key="16"><hi rend="family:Courier">Wien</hi></placeName> am 8<hi rend="offset:4;underline:1">ten</hi> Junius 823.</p></div></body></text></TEI>
