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<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="487"><titleStmt><title>August Wilhelm von Schlegel an Johann Joachim Eschenburg</title><editor><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName><persName role="Technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Bearbeiterin"><forename>Olivia</forename><surname>Varwig</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-marburg.de">Philipps-Universität Marburg</orgName><orgName ref="https://www.slub-dresden.de">Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier / Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-04-20/contact">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition/></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 3.0 DE)</licence><ab type="version">version-04-20</ab><ab type="edition">Digitale Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels</ab><ab type="state">Einmal kollationierter Druckvolltext mit Registerauszeichnung</ab></availability><date when="2020-04-01"/><idno type="url">https://august-wilhelm-schlegel.de/version-04-20/letters/view/487</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl n="carrier1"><title>Bernays, Michael: Zur Entstehungsgeschichte des Schlegelschen Shakespeare. Leipzig 1872, S. 259‒260.</title><idno type="print">362653771_AWSanEschenburg_07031798</idno></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-04-20/letters/view/487"><correspAction type="sent"><persName key="766" ref="http://d-nb.info/gnd/118607960">August Wilhelm von Schlegel</persName><placeName key="12" ref="http://d-nb.info/gnd/4028557-1">Jena</placeName><date when="1798-03-07">1798-03-07</date></correspAction><correspAction type="received"><persName key="1045" ref="http://d-nb.info/gnd/118685414">Johann Joachim Eschenburg</persName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier1" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/bernzur_362653771/bernzur_362653771_tif/jpegs/00000269.tif.original.jpg"/><graphic n="2" decls="carrier1" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/bernzur_362653771/bernzur_362653771_tif/jpegs/00000270.tif.original.jpg"/></facsimile><text><body><div><p><placeName key="12">Jena</placeName> d. 7. März 1798.<lb/>Mein werthester Herr Hofrath,<lb/>Gestern, da ich erst Abends zurückgekommen war, brachte mir <persName key="9751">Hr. Horn</persName> den ersten Band von <name key="6167" type="work">der neuen Ausgabe <name key="1046" type="work">Ihres <persName key="4">Shakspeare</persName></name></name>, welchen Sie die Güte gehabt, ihm für mich mitzugeben. Ich eile, Ihnen meinen verbindlichsten Dank für dieß werthe Geschenk zu sagen. Bis jetzt habe ich nur noch einen flüchtigen Blick hineinwerfen können, bald hoffe ich aber bey mehr Muße hauptsächlich <name key="9752" type="work">den Sturm</name> mit <name key="4506" type="work">dem Originale</name> zu vergleichen, weil er <name key="5650" type="work">das einzige Stück ist, das ich von <name key="9747" type="work"><name key="9746" type="work">den drey in diesem Bande befindlichen</name></name> auch schon übersetzt</name>. Ich bin daher begierig zu erfahren, in wie fern ich bey den Stellen, wo meine Uebersetzung dem Sinne nach von der ersten Ausgabe der Ihrigen abweicht, mit Ihnen zusammengetroffen bin.<lb/>Daß ich es so lange verschoben, Ihren letzten freundschaftlichen Brief zu beantworten, davon ist bloß der Wunsch Schuld, Ihnen sogleich <name key="29" type="work">den dritten Band <name key="344" type="work">meiner Uebersetzung</name></name> mitzuschicken. Leider wird mir dieß vereitelt, da der Druck nicht auf <orgName key="6043">die Messe</orgName> fertig geworden ist, ob ich gleich mein Manuscript zeitig genug nach <placeName key="15">Berlin</placeName> geschickt. Indessen hoffe ich, daß der dritte Band noch während des Sommers erscheinen wird.<lb/>So eben habe ich in <placeName key="58">Weimar</placeName> eine interessante Bekanntschaft an einem Engländer, <persName key="9754"><hi rend="weight:bold">Mr. Melish</hi></persName>, gemacht, der sich in unserer Nachbarschaft niederlassen wird, und ein sehr guter Kenner unserer Sprache und Litteratur ist. Er hat mir versprochen, mir Kritiken über meine Uebersetzung mitzutheilen. – Mit <persName key="48">Hr. Tieck</persName>, den Sie ein paarmal anführen, stehe ich schon seit einiger Zeit in Briefwechsel. <name key="4521" type="work">Die Arbeit im Sturm</name> hat er schon beträchtlich früher gemacht, als sie im Druck erschienen ist, und jetzt hält er sie nicht mehr des Dichters würdig. Er hat aber viel über den Shakspeare studirt, und mir verschiedene Konjekturen, auch Bemerkungen über die für unächt gehaltenen Stücke, deren Aechtheit er zu beweisen suchen wird, mitgetheilt. – Vielleicht haben Sie <name key="9755" type="work">eine Kritik der in England herausgekommenen Kupfer zum Sh.</name> gelesen, die schon vor geraumer Zeit in <name key="8018" type="periodical">der Bibliothek der schönen Wissenschaften</name> gestanden hat, und auch von ihm herrührt.<lb/>Ich bin jetzt auf dem Punkte, eine Reise nach Berlin zu machen, von wo aus ich nach <placeName key="13"><hi rend="weight:bold">Dresden</hi></placeName> gehen werde, um dort den Ueberrest des Sommers zuzubringen.<lb/>Ich bitte Sie, mich <persName key="9749">Ihrer Frau Gemahlin</persName> bestens zu empfehlen, und bin mit unabänderlichen Gesinnungen der Hochachtung und Ergebenheit<lb/>der Ihrige<lb/>A. W.  Schlegel.<lb/><lb/> </p></div></body></text></TEI>
