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<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="1270"><titleStmt><title>Friedrich Wilhelm IV., Preußen, König an August Wilhelm von Schlegel</title><editor><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName><persName role="Technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Bearbeiterin"><forename>Olivia</forename><surname>Varwig</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-marburg.de">Philipps-Universität Marburg</orgName><orgName ref="https://www.slub-dresden.de">Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier / Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-07-20/contact">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition/></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 3.0 DE)</licence><ab type="version">version-07-20</ab><ab type="edition">Digitale Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels</ab><ab type="state">Einmal kollationierter Druckvolltext mit Registerauszeichnung</ab></availability><date when="2020-07-06"/><idno type="url">https://august-wilhelm-schlegel.de/version-07-20/letters/view/1270</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl n="carrier1"><title>Briefe von und an August Wilhelm Schlegel. Gesammelt und erläutert durch Josef Körner. Bd. 1. Zürich u.a. 1930, S. 603.</title><idno type="print">343347008_FriedrichWilhelmIVanAWS_15051843</idno></bibl><msDesc n="carrier2"><msIdentifier><institution>Dresden, Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek</institution><idno type="signatur">Mscr.Dresd.e.90,XIX,Bd.8,Nr.78</idno></msIdentifier><physDesc><objectDesc><ab type="oai">DE-1a-33563</ab><ab type="alternativeOai">DE-1a-1913000</ab><ab type="alternativeSignatur">Mscr.Dresd.e.90,XIX,Bd.8,S.331-334</ab><ab type="type">Manuscript</ab><ab type="subtype">Original</ab><ab type="pages">2S. auf Doppelbl., hs.</ab><ab type="paper">26,2 x 21,5 cm</ab></objectDesc></physDesc></msDesc></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-07-20/letters/view/1270"><correspAction type="sent"><persName key="3585" ref="http://d-nb.info/gnd/118535994">Friedrich Wilhelm IV., Preußen, König</persName><placeName key="2275" ref="http://d-nb.info/gnd/4046948-7">Potsdam</placeName><date when="1843-05-15">1843-05-15</date></correspAction><correspAction type="received"><persName key="766" ref="http://d-nb.info/gnd/118607960">August Wilhelm von Schlegel</persName><placeName key="887" ref="http://d-nb.info/gnd/1001909-1">Bonn</placeName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier1" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/brievouna_343347008_0001/brievouna_343347008_0001_tif/jpegs/00000629.tif.original.jpg"/><graphic n="1" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/AWvS_DE-1a-33563_Bd.8/AWvS_DE-1a-33563_Bd.8_tif/jpegs/00000331.tif.original.jpg"/><graphic n="2" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/AWvS_DE-1a-33563_Bd.8/AWvS_DE-1a-33563_Bd.8_tif/jpegs/00000332.tif.original.jpg"/><graphic n="3" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/AWvS_DE-1a-33563_Bd.8/AWvS_DE-1a-33563_Bd.8_tif/jpegs/00000333.tif.original.jpg"/><graphic n="4" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/AWvS_DE-1a-33563_Bd.8/AWvS_DE-1a-33563_Bd.8_tif/jpegs/00000334.tif.original.jpg"/></facsimile><text><body><div><p>[1] Wenn Ich mit schmerzlicher Theilnahme die Gerüchte von der Störung Ihrer bisher so wohl erhaltenen Gesundheit vernommen hatte, so ist es Mir um so erfreulicher gewesen zu erfahren, daß Sie Ihren schönen litterarischen Arbeiten wiedergeschenkt sind. Einen Theil Ihrer Muße wünsche Ich Selbst für ein Unternehmen in Anspruch zu nehmen, dem Sie durch tiefe Kenntniß der französischen Sprache, durch Anmuth des Styls und durch Gefühl für Schicklichkeit in Behandlung zarter, conventioneller Verhältnisse besonders nützlich werden können. Als Ich, bei dem Antritt Meiner Regierung, die ersten Veranstaltungen treffen ließ, um durch <name key="3919" type="work">eine vollständigere und wohlgeordnetere Ausgabe der Werke <persName key="1094">Friedrichs des Großen</persName></name>, dem unsterblichen Namen dieses Monarchen ein seiner würdiges, gleichsam geistiges Denkmal zu setzen, war es, gleich Anfangs, Mein fester Entschluß, Ihnen die Redaction <name key="3982" type="work">einer Einleitung</name> zu übertragen. Diesen Antrag spreche Ich jetzt um so bestimmter aus, als der Druck des ersten Theils der gesammelten Werke bald beginnen wird und Sie in <ref target="fud://1268">einem Briefe an <persName key="555">den Geheimen Rath von Humboldt</persName></ref> äußern, daß der jetzige erfreulichere Zustand Ihrer Gesundheit Ihnen erlauben wird, Meinen Wünschen zu entsprechen.<lb/>[2] Der Geist, der <name key="3919" type="work">alle ernsteren Werke <persName key="1094">Friedrichs des Großen</persName></name> durchdringt, hat, bei seinen Zeitgenossen und bei der Nachwelt, eine so allgemeine und rühmende Anerkennung gefunden, daß Ich in <name key="3982" type="work">ihrer Einleitung</name> nicht eine Lobrede, nicht eine specielle Beurtheilung oder Rechtfertigung der prosaischen und poetischen Schriften des Monarchen erheischen darf: Meine Wünsche beschränken sich auf den Ausdruck des lang gefühlten Bedürfnisses einer neuen und vollständigeren Ausgabe, auf den Grundsatz einer freieren Mittheilung alles dessen, was der Weltgeschichte angehört, auf die Erhaltung aller Individualität des Vortrags und der Schreibart, wo nicht ein zufälliges Versehen des Copisten oder ein Fehler des Gedächtnisses in Bezeichnung der Namen zu vermuthen sind. Diese Äußerungen sollen gewiß nicht die litterarische Freiheit Ihrer Redaction der Einleitung zu den Werken <persName key="1094">des großen Königs</persName> beschränken, sie sollen Ihnen nur beweisen, daß die Arbeit, die Ich Ihnen so gern übertrage, nicht von einem Umfange ist, der bei dem Maaß Ihrer Kräfte und der allgemein erwünschten Schonung derselben Besorgniß erregen könnte.<lb/><hi rend="weight:bold">Friedrich Wilhelm</hi><lb/><placeName key="2275">Potsdam</placeName>, den 15<hi rend="offset:4">ten</hi> Mai 1843<lb/>[3]<lb/>[4]</p></div></body></text></TEI>
