﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="2558"><titleStmt><title>C. F. Winter, Akademische Buchhandlung (Heidelberg), Anton Winter an August Wilhelm von Schlegel</title><editor><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName><persName role="Technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Bearbeiterin"><forename>Olivia</forename><surname>Varwig</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-marburg.de">Philipps-Universität Marburg</orgName><orgName ref="https://www.slub-dresden.de">Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier / Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-07-20/contact">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition/></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 3.0 DE)</licence><ab type="version">version-07-20</ab><ab type="edition">Digitale Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels</ab><ab type="state">Einmal kollationierter Druckvolltext mit Registerauszeichnung</ab></availability><date when="2020-07-06"/><idno type="url">https://august-wilhelm-schlegel.de/version-07-20/letters/view/2558</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl n="carrier1"><title>Jenisch, Erich (Hg.): August Wilhelm Schlegels Briefwechsel mit seinen Heidelberger Verlegern. Festschrift zur Jahrhundert-Feier des Verlags Carl Winters Universitätsbuchhandlung in Heidelberg 1822‒1922. Heidelberg 1922, S. 207‒208.</title><idno type="print">383716241_WinteranAWS_06011844</idno></bibl><msDesc n="carrier2"><msIdentifier><institution>Dresden, Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek</institution><idno type="signatur">Mscr.Dresd.e.90,XIX,Bd.16,Nr.94</idno></msIdentifier><physDesc><objectDesc><ab type="oai">DE-611-34977</ab><ab type="alternativeOai">DE-611-2009152</ab><ab type="alternativeSignatur">Mscr.Dresd.e.90,XIX,Bd.16,S.279-282</ab><ab type="type">Manuscript</ab><ab type="subtype">Original</ab><ab type="pages">3 S. auf Doppelbl., hs. m. U.</ab><ab type="paper">25,1 x 20,9 cm</ab><ab type="note">Empfangsort erschlossen.</ab></objectDesc></physDesc></msDesc></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-07-20/letters/view/2558"><correspAction type="sent"><persName ref="http://d-nb.info/gnd/1072949806">C. F. Winter, Akademische Buchhandlung (Heidelberg)</persName><persName ref="http://d-nb.info/gnd/1134990065">Anton Winter</persName><placeName key="574" ref="http://d-nb.info/gnd/4023996-2">Heidelberg</placeName><date when="1844-01-06">1844-01-06</date></correspAction><correspAction type="received"><persName key="766" ref="http://d-nb.info/gnd/118607960">August Wilhelm von Schlegel</persName><placeName key="887" ref="http://d-nb.info/gnd/1001909-1">Bonn</placeName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier1" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/schlaugu_383716241/schlaugu_383716241_tif/jpegs/00000211.tif.original.jpg"/><graphic n="2" decls="carrier1" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/schlaugu_383716241/schlaugu_383716241_tif/jpegs/00000212.tif.original.jpg"/><graphic n="1" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/AWvS_DE-611-34977_Bd.16/AWvS_DE-611-34977_Bd.16_tif/jpegs/00000279.tif.original.jpg"/><graphic n="2" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/AWvS_DE-611-34977_Bd.16/AWvS_DE-611-34977_Bd.16_tif/jpegs/00000280.tif.original.jpg"/><graphic n="3" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/AWvS_DE-611-34977_Bd.16/AWvS_DE-611-34977_Bd.16_tif/jpegs/00000281.tif.original.jpg"/><graphic n="4" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/AWvS_DE-611-34977_Bd.16/AWvS_DE-611-34977_Bd.16_tif/jpegs/00000282.tif.original.jpg"/></facsimile><text><body><div><p>[1] Hochwohlgeborener, hochgeehrtester Herr! <lb/>Seit ich Ihnen das letztemahl schrieb, ist wieder eine geraume Zeit verflossen und zu meinem Bedauern scheinen Sie noch keine Muße gefunden zu haben, die Durchsicht <name key="8406" type="work">Ihrer Vorlesungen über dramat[ische] Kunst und Literatur</name> zu vollenden Behufs des Drucks der neuen Auflage. Es ist Ihnen, hochgeehrter Herr, bekannt, daß der erste Band nunmehr seit mehreren Jahren fast ganz gedruckt da liegt, ‒ indem nur ein ‒ dem Raume nach kleiner Theil des Manuscripts dazu fehlt. <lb/>Ew. Hochwohlgeboren wünschten mit der Beendigung der Arbeit nicht an eine bestimmte Zeit gebunden zu seyn, und gewiß, so schmerzlich und nachtheilig mir die Verzögerung auch seyn muß, ich werde mich darin ganz nach Ihren Wünschen bequemen, so weit es mir möglich ist. ‒ Es wird übrigens Ihrer billigen Erwägung nicht entgehen, daß ich dadurch, daß das angefangene Buch so lange liegen bleibt, während ich seit mehreren Jahren den Druck und das Papier bezahlt habe, eine effektive Einbuße leide, eine Einbuße, welche nicht durch gewöhnliche [2] Zinsen ersetzt werden würde, da ich als Geschäftsmann darauf hingewiesen bin, meine Mittel auf Unternehmungen anzuwenden. ‒ Was ich durch das Liegenbleiben indessen bisher einbüßte, das will ich gerne tragen, ich habe auch in keiner Weise einen Ersatz dafür verlangt. ‒ <lb/>Ew. Hochwohlgeboren werden jedoch den Wunsch natürlich finden, daß ich irgend wie gesichert sein möchte, daß diese Zwischenzeit, bis wenigstens der erste Band publicirt werden kann, nicht gerade zu meinem Nachtheil fernerhin ausfalle. ‒ <lb/>Können Sie mir die Beendigung des Manuscripts dieses Bandes binnen heute und einem Jahr zusagen, so warte ich ohne weiteres, wie bisher gerne. ‒ <lb/>Sind Sie aber selbst noch ungewiß, bis wann Sie damit fertig werden, oder fürchten Sie, daß dies noch länger als ein Jahr dauern dürfte, so möchte ich Ihnen den Vorschlag machen, daß Sie mir meine baaren Vorlagen für das bereits Gedruckte, welche in runder Summe etwa 200 Thaler betragen, einstweilen ersetzen, und daß ich diesen Betrag in dem Augenblicke zurückerstatte, wo mir die Beendigung für den <hi rend="weight:bold">ersten</hi> Band von Ihnen zukommt. ‒ <lb/>Möchten Ew. Hochwohlgeboren diesen Vorschlag gütigst als einen Weg betrachten, durch welchen einerseits Sie das Buch ganz nach Muße und Stimmung ausarbeiten, während andererseits Ihr Verleger vor [3] dem Schaden gesichert wird, der ihm daraus erwächst, wenn sich die Vollendung noch verzögert. ‒ <lb/>Kaum werde ich Sie zu versichern brauchen, daß es mir immerhin ohne Vergleich erwünschter seyn wird, von Ihnen einen bestimmten Zeitpunkt bezeichnet zu erhalten, bis zu welchem das Manuscript druckfertig seyn wird, als die vorgeschlagenen Rthlr. 200.‒ <lb/>In Erwartung Ihrer geneigten Antwort habe ich die Ehre zu unterzeichnen <lb/>mit aufrichtiger Verehrung <lb/>Ew. Hochwohlgeboren ergebenster<lb/><hi rend="weight:bold">C. F. Winter Verlangshandl</hi><lb/><hi rend="weight:bold"><placeName key="574">Heidelberg</placeName> 6 Jan[ua]r 1844.</hi><lb/>[4]<lb/>[1] Von Schlegels Hand: beantw[ortet] d[en] 13ten Jan[uar] nebst Wech auf 200 Thl. </p></div></body></text></TEI>
