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<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="4826"><titleStmt><title>August Wilhelm Iffland an August Wilhelm von Schlegel</title><editor><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName><persName role="Technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Bearbeiterin"><forename>Olivia</forename><surname>Varwig</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-marburg.de">Philipps-Universität Marburg</orgName><orgName ref="https://www.slub-dresden.de">Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier / Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-07-20/contact">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition/></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 3.0 DE)</licence><ab type="version">version-07-20</ab><ab type="edition">Digitale Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels</ab><ab type="state">Einmal kollationierter Druckvolltext mit Registerauszeichnung</ab></availability><date when="2020-07-06"/><idno type="url">https://august-wilhelm-schlegel.de/version-07-20/letters/view/4826</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl n="carrier1"><title>Horn, Ella: Zur Geschichte der ersten Aufführung von Schlegelʼs Hamlet-Übersetzung auf dem Königlichen Nationaltheater zu Berlin. Mit unveröffentlichten Briefen Ifflands und seiner Frau an A. W. Schlegel. In: Jahrbuch der deutschen Shakespeare-Gesellschaft 51 (1915), S. 39‒40.</title><idno type="print">Horn1915_IfflandanAWS_03091798</idno><publisher>Verlag Kamp Bochum</publisher></bibl><msDesc n="carrier2"><msIdentifier><institution>Dresden, Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek</institution><idno type="signatur">Mscr.Dresd.e.90,XIX,Bd.12,Nr.13</idno></msIdentifier><physDesc><objectDesc><ab type="oai">DE-1a-33904</ab><ab type="alternativeOai">DE-1a-1922365</ab><ab type="alternativeSignatur">Mscr.Dresd.e.90,XIX,Bd.12,S.67-70</ab><ab type="type">Manuscript</ab><ab type="subtype">Original</ab><ab type="pages">3S. auf Doppelbl., hs. m. U.</ab><ab type="paper">23 x 18,9 cm</ab></objectDesc></physDesc></msDesc></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-07-20/letters/view/4826"><correspAction type="sent"><persName key="25" ref="http://d-nb.info/gnd/118555324">August Wilhelm Iffland</persName><placeName key="15" ref="http://d-nb.info/gnd/2004272-3">Berlin</placeName><date when="1798-09-03">1798-09-03</date></correspAction><correspAction type="received"><persName key="766" ref="http://d-nb.info/gnd/118607960">August Wilhelm von Schlegel</persName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier1" url="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-07-20/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-035t-0.tif"/><graphic n="2" decls="carrier1" url="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-07-20/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-035t-1.tif"/><graphic n="1" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/AWvS_DE-1a-33904_Bd.12/AWvS_DE-1a-33904_Bd.12_tif/jpegs/00000067.tif.original.jpg"/><graphic n="2" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/AWvS_DE-1a-33904_Bd.12/AWvS_DE-1a-33904_Bd.12_tif/jpegs/00000068.tif.original.jpg"/><graphic n="3" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/AWvS_DE-1a-33904_Bd.12/AWvS_DE-1a-33904_Bd.12_tif/jpegs/00000069.tif.original.jpg"/><graphic n="4" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/AWvS_DE-1a-33904_Bd.12/AWvS_DE-1a-33904_Bd.12_tif/jpegs/00000070.tif.original.jpg"/></facsimile><text><body><div><p>[1] Mit einer Art von Jammer setze ich die Feder an. Ich habe keine Aussicht, daß <hi rend="weight:bold">vor</hi> dem Frühjahr, <name key="1486" type="work">Hamlet</name> eine Vorstellung werden kann, die Ihrer und unserer würdig sein könnte. Die immer noch dauernden Krankheiten, machen, daß beständig, einer für den andern, ein Geschirr aufgeworfen kriegt. Dazu muß ich die Menschen fétiren und in dieser Direktions-Preße, in diesem Tagewercke zum Erwerb – was kann aus Hamlet werden? Mit Noth wird <persName key="2991">Mattausch</persName>, dieser Tagen, als Reconvalescent, eine kleine alte Rolle, zur Aushilfe spielen, an lernen, ist nicht zu denken.<lb/>Möchten Sie doch das ganz übersehen und nicht an mir zweifeln, der ich, erst gestern Mittag, von der Unmöglichkeit gedrungen, mich entschließen konnte, dieß zu schreiben. Muß ich nicht dadurch bis Frühjahr, auf Sie Beide verzichten? Aber glauben Sie mir, Sie werden dann einen – so viel <hi rend="weight:bold">möglich</hi> – reinen Genuß haben und das – noch dazu nicht einmahl [2] gewiße Flickwerk, was einst entstanden sein würde, müßte Sie empört haben. Aber nun liegt mir alles daran, zu wißen, <hi rend="weight:bold">wann </hi>und <hi rend="weight:bold">auf wie lange</hi>, Sie im Frühjahr kommen können? Erfreuen Sie mich damit, mir das bald zu sagen.<lb/><name key="19459" type="work">Der Jude</name> von <persName key="19460">Cumberland</persName> ist gegeben und darüber sind von den Kreutzigern und mir, Streitschriften – meinerseits hoffe ich, auf honette Art gewechselt.<lb/>Es thut mir weh von diesem Blatte zu scheiden, welches Ihren Reisewagen seits drehen soll, statt zu uns. Wir lieben Sie so herzlich als mann Sie lieben muß. <persName key="26">Meine Frau</persName> will Ihnen das selbst sagen.<lb/>Ach! In diesem Erwerbstumulte – ist mein Kopf Comptoirmäßig und die Kunst, ist mit facit – Summa und Salvo errore überschüttet. Das ist Kummer in jedem Sinne und ich fühle mich sehr [3] bang dabei! Bedauren Sie mich. Mein beßeres Gefühl, von den Umständen gedrückt, verdient das manchmahl!<lb/>Von ganzer Seele der Ihre<lb/>Iffland.<lb/><placeName key="15">B.</placeName> d. 3. Septbr.<lb/>1798<lb/>n 13<lb/>[4]</p></div></body></text></TEI>
