﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="13684"><titleStmt><title>August Wilhelm von Schlegel an Georg Andreas Reimer</title><editor><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName><persName role="Technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Bearbeiterin"><forename>Olivia</forename><surname>Varwig</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-marburg.de">Philipps-Universität Marburg</orgName><orgName ref="https://www.slub-dresden.de">Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier / Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-07-21/contact">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition><persName role="Bearbeiter/in"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname></persName><persName role="Bearbeiter/in"><forename>Olivia</forename><surname>Varwig</surname></persName></edition></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 3.0 DE)</licence><ab type="version">version-07-21</ab><ab type="edition">Digitale Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels</ab><ab type="state">Neu transkribiert und ausgezeichnet; zweimal kollationiert</ab></availability><date when="2021-07-15"/><idno type="url">https://august-wilhelm-schlegel.de/version-07-21/letters/view/13684</idno></publicationStmt><sourceDesc><msDesc n="carrier2"><msIdentifier><institution>Washington, University of Washington, University Libraries, Special Collections</institution><idno type="signatur">Accession No. 0650-003, Box 9, folder 22, Barrett Harper Clark papers</idno></msIdentifier><physDesc><objectDesc><ab type="type">Manuscript</ab><ab type="subtype">Original</ab><ab type="note">Empfänger sowie Empfangsort erschlossen.</ab></objectDesc></physDesc></msDesc></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-07-21/letters/view/13684"><correspAction type="sent"><persName key="766" ref="http://d-nb.info/gnd/118607960">August Wilhelm von Schlegel</persName><placeName key="280" ref="http://d-nb.info/gnd/4020137-5">Genf</placeName><date when="1808-12-26">1808-12-26</date></correspAction><correspAction type="received"><persName key="176" ref="http://d-nb.info/gnd/118831194">Georg Andreas Reimer</persName><placeName key="15" ref="http://d-nb.info/gnd/2004272-3">Berlin</placeName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier2" url="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-07-21/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-05z5-f.tif"/><graphic n="2" decls="carrier2" url="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-07-21/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-05z5-g.tif"/><graphic n="3" decls="carrier2" url="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-07-21/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-05z5-h.tif"/><graphic n="4" decls="carrier2" url="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-07-21/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-05z5-i.tif"/></facsimile><text><body><div><p><milestone unit="start" n="45185"/>[1]<note type="Notiz_zur_Transkription"><title>Paginierung des Editors</title></note><milestone unit="end" n="45185"/> <placeName key="228"><hi rend="overstrike:1">Coppet</hi></placeName> <placeName key="280"><hi rend="offset:4">Genf</hi></placeName> d. 26sten Dec<lb/>1808<lb/>Wenn ich wieder gezögert habe, mein werthgeschätzter Herr und Freund, Ihnen zu schreiben, so rührt es bloß daher, daß ich wohl fühle, ein Brief, der nicht von dem ganzen noch rückständigen Manuscript zum <name key="266" type="work">zweyten Bande</name> begleitet ist, könne Ihnen keine rechte Befriedigung gewähren. Auf die <orgName key="6043">Ostermesse</orgName> muß und soll er nun erscheinen. Die Ganze erste Hälfte dieses Jahres bin ich wieder auf Reisen und in Zerstreuungen gewesen, unter welchen ich unmöglich etwas habe fördern können. Überhaupt ist diese Arbeit so schwer, daß <hi rend="overstrike:1">sie</hi> man sehr leicht dabey aus der Übung und sehr schwer wieder hineinkommt, und daß sie nur dann gedeiht, wenn man Tage lang ungestört dabey bleiben kann, was mir selten zu Theil wird. Melden Sie mir, ob Sie das Mspt in verschiednen Sendungen oder nicht eher haben wollen, als bis das Ganze da ist, und in letzterem Falle, zu welchem Termin Sie es haben müssen, damit es noch auf die Ostermesse erscheinen könne.<lb/>Sie haben selbst mir eine geraume Zeit lang die Stimmung zu dieser Arbeit verdorben, durch den öffentlichen Schritt, den Sie ganz ohne Noth <milestone unit="start" n="45186"/>[2]<note type="Notiz_zur_Transkription"><title>Paginierung des Editors</title></note><milestone unit="end" n="45186"/> gegen mich thaten. Schwerlich wird sich jemand <hi rend="overstrike:1">überl</hi> überreden lassen, daß ich als ein ausgetretner Herumschweifer zu betrachten war, dessen Wohnort man nicht erfragen konnte, um daselbst Ansprüche an ihn auf dem Wege Rechtens geltend zu machen, ohne das Publicum gleichsam gegen ihn zu Hülfe zu rufen, und einen Privathandel in die öffentlichen Blätter zu setzen.<lb/>Die Verpflichtung zum Schadenersatz habe ich nie abgeleugnet, allein Sie haben sie auf eine Weise gefodert, die ich nicht zu <hi rend="overstrike:1">Stand</hi> leisten im Stande, und die auch in der That nicht billig war. Sie verlangten, ich sollte das ganze Capital der für Druck u Honorar <hi rend="offset:4">gemachten Auslagen</hi> zurückzahlen. Hätten Sie die Zinsen gefodert seit der <orgName key="6043">Ostermesse</orgName> wo <name key="261" type="work">das Werk</name> erscheinen sollte, so wäre ich gleich bereit dazu gewesen, und bin es auch noch. Ich erwarte deßhalb Ihre Berechnung.<lb/>Aus einem Briefe von Ihnen an <persName key="8">meinen Bruder</persName> sehe ich, daß Sie in der Meynung stehen, als hätte ich zum 3<hi rend="offset:4;underline:1">ten</hi> Stück <name key="266" type="work">des zweyten Bandes</name> eins gewählt, das den Titel führt: <name key="4645" type="work"><name key="1681" type="work"><hi rend="underline:1">Weiße Hände beleidigen nicht</hi></name></name>. Dieß Stück ist aber so übermäßig lang, daß es den Band über<milestone unit="start" n="45187"/>[3]<note type="Notiz_zur_Transkription"><title>Paginierung des Editors</title></note><milestone unit="end" n="45187"/>mäßig anschwellen würde. Ich hatte es, so viel ich mich erinnre für den 3<hi rend="offset:4;underline:1">ten</hi> Band ausersehen, der alsdann nur 2 Stücke enthalten sollte. Das welches ich schon zum Theil übersetzt, heißt <name key="8792" type="work"><name key="8791" type="work"><hi rend="underline:1">die Locken <persName key="14828">Absalons</persName></hi></name></name> u stellt die tragischen Begebenheiten in der Familie <persName key="14829">Davids</persName> dar<lb/>Wenn Sie Lust hätten ein sehr anmuthiges <hi rend="offset:4">liebliches</hi> Gedicht in Stanzen: <name key="512" type="work">Flore u Blanscheflur</name> in 12 Gesängen von <persName key="132">Sophie Tieck</persName>, wovon die Handschrift fertig in meinen Händen liegt, zu verlegen, so wäre ich bevollmächtigt, es Ihnen für ein billiges Honorar zu überlassen, worauf dann meine Schuld bey Ihnen abgerechnet werden könnte.<lb/>Vielleicht habe ich nächstens noch einen andern Vorschlag zu thun.<lb/>Mit vollkommner Hochachtung<lb/>Ihr ergebenster<lb/>AWSchlegel<lb/><milestone unit="start" n="45188"/>[4]<note type="Notiz_zur_Transkription"><title>Paginierung des Editors</title></note><milestone unit="end" n="45188"/> [leer]</p></div></body></text></TEI>
