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<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="5053"><titleStmt><title>Peter von Bohlen an August Wilhelm von Schlegel</title><editor><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName><persName role="Technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Bearbeiterin"><forename>Olivia</forename><surname>Varwig</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-marburg.de">Philipps-Universität Marburg</orgName><orgName ref="https://www.slub-dresden.de">Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier / Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-07-21/contact">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition><persName role="Bearbeiter/in"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname></persName><persName role="Bearbeiter/in"><forename>Olivia</forename><surname>Varwig</surname></persName></edition></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 3.0 DE)</licence><ab type="version">version-07-21</ab><ab type="edition">Digitale Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels</ab><ab type="state">Neu transkribiert und ausgezeichnet; zweimal kollationiert</ab></availability><date when="2021-07-15"/><idno type="url">https://august-wilhelm-schlegel.de/version-07-21/letters/view/5053</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl n="carrier1"><title>Voigt, Johannes (Hg.): Autobiographie des ordentl. Professors der orientalischen Sprachen und Literatur an der Universität zu Königsberg Dr. Peter von Bohlen [...]. 2. Aufl. Königsberg 1842, S. 145–146.</title></bibl><msDesc n="carrier2"><msIdentifier><institution>Dresden, Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek</institution><idno type="signatur">Mscr.Dresd.e.90,XIX,Bd.3,Nr.58</idno></msIdentifier><physDesc><objectDesc><ab type="oai">DE-611-38972</ab><ab type="alternativeOai">DE-611-2453857</ab><ab type="alternativeSignatur">Mscr.Dresd.e.90,XIX,Bd.3,S.227-228</ab><ab type="type">Manuscript</ab><ab type="subtype">Original</ab><ab type="pages">2 S., hs. m. U.</ab><ab type="paper">25,4 x 20,8 cm</ab><ab type="note">Empfangsort erschlossen.</ab></objectDesc></physDesc></msDesc></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-07-21/letters/view/5053"><correspAction type="sent"><persName key="3561" ref="http://d-nb.info/gnd/116231742">Peter von Bohlen</persName><placeName key="1362" ref="http://d-nb.info/gnd/4031541-1">Königsberg</placeName><date when="1834-11-30">1834-11-30</date></correspAction><correspAction type="received"><persName key="766" ref="http://d-nb.info/gnd/118607960">August Wilhelm von Schlegel</persName><placeName key="887" ref="http://d-nb.info/gnd/1001909-1">Bonn</placeName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier1" url="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-07-21/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-03c3-0.png"/><graphic n="2" decls="carrier1" url="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-07-21/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-03c3-1.png"/><graphic n="1" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/AWvS_DE-611-38972_Bd.3/AWvS_DE-611-38972_Bd.3_tif/jpegs/00000227.tif.original.jpg"/><graphic n="2" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/AWvS_DE-611-38972_Bd.3/AWvS_DE-611-38972_Bd.3_tif/jpegs/00000228.tif.original.jpg"/></facsimile><text><body><div><p><milestone unit="start" n="23849"/>[1]<note type="Notiz_zur_Transkription"><title>Paginierung des Editors</title></note><milestone unit="end" n="23849"/> <placeName key="1362">Königsberg</placeName> den 30 Nov. 1834.<lb/>Ew. Hochwohlgeboren <lb/>haben mir durch <ref target="fud://13376">die freundliche Zuschrift vom 14 April</ref> eine freudige Ueberraschung gemacht und mich zu dem innigsten Danke verpflichtet, denn da ich bereits glauben muste Ihre Gunst auf irgend eine Art verscherzt zu haben, ohne deshalb einer Ursache mir bewußt zu seyn, so konnten nur einige Zeilen Ihrer Hand diesen, ich muß es bekennen, für mich betrübenden Gedanken verwischen und ich hätte Ihnen schon früher meinen Dank dafür gezollt, wenn ich nicht seither mit <name key="13089" type="work">einem Commentar <name key="13090" type="work">der <name key="5343" type="work">biblischen Genesis</name></name></name> unabläßig beschäftigt gewesen wäre. Sie sind, wie ich aus Ihren Äußerungen entnehmen darf, mit <name key="3726" type="work">meinem V<milestone unit="start" n="23851"/>[er]<note type="Notiz_zur_Transkription"><title>Textverlust durch Blattausriss</title></note><milestone unit="end" n="23851"/>suche die Indischen Alterthümer in etwas aufzuhellen</name>, unzufrieden und haben mir manches nicht sagen wollen, was mir hätte unangenehm seyn können: ich danke Ihnen für diese Offenheit, die ich an jedem und besonders einem verehrten Lehrer aufrichtig zu schätzen weiß; auch bin ich selber von der Schwäche meines Buches, in Beziehung auf einzelne Parthien desselben, vollkommen überzeugt, darf aber bey alledem den redlichsten Willen etwas zu leisten, wodurch manche Irthümer mögten zerstreut werden, nicht verläugnen und konnte bey einem solchen Bewustsein es wagen an die Spitze des Werkes Ihren Namen zu setzen ohne befürchten zu dürfen daß es demselben Unehre bringen würde. Mein innigster Wunsch wäre es gewesen, und er ist es noch, wenn Sie die abweichenden Ansichten zu einer öffentlichen Kunde gebracht hätten und wäre auch mein Buch durch die Kritik eines solchen Kenners völlig erdrückt worden, denn mir kann es nur an der Wahrheit liegen die ich zwar geflissentlich nicht entstellt habe aber doch aus Mangel an Kenntnissen nicht erreicht haben werde: so würde jedenfalls das Publicum enttäuscht und ich selber belehrt worden seyn. Auf dem Gebiete der Indischen Literatur sind wir alle noch Schüler und ich schäme mich am allerwenigsten der Fehler die ich aus Mangel an Hülfsquellen habe begehen müssen, selbst jetzt noch bey <name key="6189" type="work">der Herausgabe <persName key="3794">des Bhartriharis</persName></name>, wobey mir nicht einmal der Gebrauch <name key="3484" type="work">des <persName key="2553"><hi rend="family:Courier">Wilson</hi></persName></name>, bis bey der Correktur, vergönnt war. Um so dankbarer nehme ich die Verbesserungen, welche Sie mir gütigst bemerkt haben, an und bedaure in der That daß die große Ferne es verhindert hat in diesen und andern Fällen Ihren Rath und Ihre treffende Belehrung zuvor einzuholen; <persName key="9288">ein junger Mann, Namens Schütz</persName>, hat mir von <placeName key="6188">Bielefeld</placeName> aus dieselben Ausstellungen auf humane und schonende Weise gemacht und ich habe ihn <milestone unit="start" n="23850"/>[2]<note type="Notiz_zur_Transkription"><title>Paginierung des Editors</title></note><milestone unit="end" n="23850"/> gebeten <name key="6190" type="work">dieselben durch den Druck zu veröffentlichen</name>, damit meine Ausgabe in etwas brauchbarer werden möge. Ich würde es als ein besonderes Zeichen Ihrer unveränderten Gesinnung gegen mich betrachten, wenn Sie auch einmal über meine geringen Leistungen in <name key="2322" type="periodical">der Indischen Biblioth<milestone unit="start" n="23852"/>[ek]<note type="Notiz_zur_Transkription"><title>Textverlust durch Papierbeschneidung</title></note><milestone unit="end" n="23852"/></name> <hi rend="family:Courier">sine ira et studio</hi> sich aussprechen mögten; ich dagegen werde in Zukunft nicht ermangeln mir bey Ihnen Raths zu erholen, da ich überzeugt seyn darf daß Sie mir denselben gerne ertheilen werden, besonders aber werde ich nicht aufhören mich zu nennen<lb/>Ew. Hochwohlgeboren<lb/>ergebensten<lb/><hi rend="family:Courier;underline:1">PvBohlen</hi></p></div></body></text></TEI>
