• Franz Bopp to August Wilhelm von Schlegel

  • Place of Dispatch: Berlin · Place of Destination: Unknown · Date: 20.12.1827
Edition Status: Single collated printed full text with registry labelling
    Metadata Concerning Header
  • Sender: Franz Bopp
  • Recipient: August Wilhelm von Schlegel
  • Place of Dispatch: Berlin
  • Place of Destination: Unknown
  • Date: 20.12.1827
    Printed Text
  • Provider: Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
  • OAI Id: 362642923
  • Bibliography: Lefmann, S.: Franz Bopp, sein Leben und seine Wissenschaft. Erste Hälfte. Berlin 1891, S. 104.
  • Incipit: „[1] Berlin den 20. Dec. 1827.
    Sie erhalten hiermit, mein verehrtester Freund, das dritte Heft meiner Grammatik, welches ich Sie freundlich aufzunehmen [...]“
    Manuscript
  • Provider: Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
  • OAI Id: DE-611-38972
  • Classification Number: Mscr.Dresd.e.90,XIX,Bd.3,Nr.77
  • Number of Pages: 3 S., hs. m. U.
  • Format: 25,4 x 21,3 cm
    Language
  • German
  • Sanskrit
[1] Berlin den 20. Dec. 1827.
Sie erhalten hiermit, mein verehrtester Freund, das dritte Heft meiner Grammatik, welches ich Sie freundlich aufzunehmen und mit Nachsicht zu beurtheilen bitte. Es sollte mich sehr freuen, wenn Sie in manchen Punkten, worin ich von meinen Vorgängern abweiche, mir Ihren Beifall schenken könnten. Auf die Versehen, die Sie wahrnehmen, bitte ich um so mehr, mich gütigst aufmerksam zu machen, als ich in nächstem Sommer eine lateinische Ausgabe werde drucken lassen. Die beiden ersten Hefte sind größtentheils verkauft, und da mir der junge Burnouf angezeigt hat, daß er eine französische Uebersetzung herausgeben wolle, so muß ich eilen, dieser mir unwillkommenen Ehre durch eine lateinische Ausgabe zuvorzukommen. Die Fortsetzung Ihrer scharfsinnigen Bemerkungen über meinen Nalus würde ich ebenfalls mit großem Dank aufnehmen, denn ich glaube, daß die Ausgabe [2] vergriffen ist, und werde sobald ich darüber Gewißheit habe, zu einer neuen schreiten.
Ich glaube nun der wahren Bedeutung der Präp. ni, worüber ich früher im Ungewissen war, auf die Spur gekommen zu seyn, besonders durch den Gegensatz von ucca und nîca (S. 335). Ich wünschte in dieser Beziehung mich Ihrer Beistimmung rühmen zu können. Es knüpft sich daran eine neue Auslegung von nivâta was ich durch unter dem Wind erkläre, mit aller Achtung für den scharfsinnigen Ausweg, den Sie gefunden haben, um auch mit der dem ni gewöhnlich zugeschriebenen Bedeutung, bei der Erklärung von nivâta auszureichen. – Der Erscheinung des ersten Bandes Ihres Ramajana sehe ich mit Ungeduld entgegen. Wenn Sie bald einen Abguß der Notenschrift wünschen, so bitte ich Sie mir doch die Richtkegel Ihrer Cicero-Schrift zu schicken; so bald ich diese habe werde ich den Gießer so viel als möglich zur Beschleunigung antreiben. Es wird jetzt die neue Sanskritschrift gegossen, womit die neue Ausgabe meiner neuen Gramm. und mein Glossar gedruckt werden soll. Dazu wird sie sich besonders gut eignen [3] . . . Meine Grammatik wird auf diese Weise um die Hälfte kleiner und wohlfeiler
Mit der hochachtungsvollsten Freundschaft
Ihr ergebenster
Bopp.
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[1] Berlin den 20. Dec. 1827.
Sie erhalten hiermit, mein verehrtester Freund, das dritte Heft meiner Grammatik, welches ich Sie freundlich aufzunehmen und mit Nachsicht zu beurtheilen bitte. Es sollte mich sehr freuen, wenn Sie in manchen Punkten, worin ich von meinen Vorgängern abweiche, mir Ihren Beifall schenken könnten. Auf die Versehen, die Sie wahrnehmen, bitte ich um so mehr, mich gütigst aufmerksam zu machen, als ich in nächstem Sommer eine lateinische Ausgabe werde drucken lassen. Die beiden ersten Hefte sind größtentheils verkauft, und da mir der junge Burnouf angezeigt hat, daß er eine französische Uebersetzung herausgeben wolle, so muß ich eilen, dieser mir unwillkommenen Ehre durch eine lateinische Ausgabe zuvorzukommen. Die Fortsetzung Ihrer scharfsinnigen Bemerkungen über meinen Nalus würde ich ebenfalls mit großem Dank aufnehmen, denn ich glaube, daß die Ausgabe [2] vergriffen ist, und werde sobald ich darüber Gewißheit habe, zu einer neuen schreiten.
Ich glaube nun der wahren Bedeutung der Präp. ni, worüber ich früher im Ungewissen war, auf die Spur gekommen zu seyn, besonders durch den Gegensatz von ucca und nîca (S. 335). Ich wünschte in dieser Beziehung mich Ihrer Beistimmung rühmen zu können. Es knüpft sich daran eine neue Auslegung von nivâta was ich durch unter dem Wind erkläre, mit aller Achtung für den scharfsinnigen Ausweg, den Sie gefunden haben, um auch mit der dem ni gewöhnlich zugeschriebenen Bedeutung, bei der Erklärung von nivâta auszureichen. – Der Erscheinung des ersten Bandes Ihres Ramajana sehe ich mit Ungeduld entgegen. Wenn Sie bald einen Abguß der Notenschrift wünschen, so bitte ich Sie mir doch die Richtkegel Ihrer Cicero-Schrift zu schicken; so bald ich diese habe werde ich den Gießer so viel als möglich zur Beschleunigung antreiben. Es wird jetzt die neue Sanskritschrift gegossen, womit die neue Ausgabe meiner neuen Gramm. und mein Glossar gedruckt werden soll. Dazu wird sie sich besonders gut eignen [3] . . . Meine Grammatik wird auf diese Weise um die Hälfte kleiner und wohlfeiler
Mit der hochachtungsvollsten Freundschaft
Ihr ergebenster
Bopp.
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