• Karl Vom Stein Zum Altenstein to August Wilhelm von Schlegel

  • Place of Dispatch: Berlin · Place of Destination: Bonn · Date: 20.12.1824
Edition Status: Newly transcribed and labelled; double collated
    Metadata Concerning Header
  • Sender: Karl Vom Stein Zum Altenstein
  • Recipient: August Wilhelm von Schlegel
  • Place of Dispatch: Berlin
  • Place of Destination: Bonn
  • Date: 20.12.1824
  • Notations: Nur Unterschrift eigenhändig.
    Manuscript
  • Provider: Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
  • OAI Id: DE-611-38971
  • Classification Number: Mscr.Dresd.e.90,XIX,Bd.2(2),Nr.38
  • Number of Pages: 2 S., hs. m. U. u. Adresse
  • Format: 34,1 x 21,1 cm
  • Incipit: „[1] Ew: Hochwohlgeboren sage ich meinen verbindlichsten Dank für die gefällige Mittheilung der von Ihnen zur Geburtstags-Feier Seiner Majestät des [...]“
    Language
  • German
    Editors
  • Bamberg, Claudia
  • Varwig, Olivia
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[1] Ew: Hochwohlgeboren sage ich meinen verbindlichsten Dank für die gefällige Mittheilung der von Ihnen zur Geburtstags-Feier Seiner Majestät des Königs gehaltenen Rede, welche eben so geistreich in Gedanken, als im Ausdruck lebendig und römisch ist; Ew: Hochwohlgeboren haben durch dieselbe Ihr glänzendes Talent der Beredsamkeit aufs neue bewährt
Den Studiosus Lassen habe ich Ihrem Wunsche gemäß der diesseitigen Königlichen Gesandtschaft in London empfohlen, auch ihm zur Verlängerung seines Aufenthalts in London noch auf ein Jahr eine weitere Unterstützung von – Vierhundert Thalern – heute bewilligt; weil aber die finanziellen Verhältnisse der dortigen Universität gerade jetzt sehr nachtheilig stehen, bin ich genöthigt gewesen, an diese Bewilligung die Bedingung zu knüpfen daß durch diese außerordentliche Ausgabe bei dem dortigen Universitäts-Fonds keine Verlegenheit erwachse; der dortige außerordentliche Regierungs-Bevollmächtigte Geheime-Regierungs-Rath Rehfues wird seiner Seits gewiß Alles aufbieten, um zu vermeiden, daß ein solcher Fall nicht eintrete, da er wohl erkannt, welch ein großer Glanz von Ew: Hochwohlgeboren verdienstlichen Arbeiten im Fache der Indischen Sprache und Litteratur auf die dortige Universität zurückfällt, und wie sehr billig es daher ist, Ihre wissenschaftlichen Unternehmungen nach Kräften zu befördern, und Ihren bescheidenen Wünschen durch alle der dortigen Universität nur zu Gebote stehenden Mittel entgegen zu kommen. Auch habe ich mich für verpflichtet gehalten, über die von Ew: Hochwohlgeboren zu veranstaltende Ausgabe des gesammten Râmâyana Seiner Majestät dem Könige ausführlichen Vortrag zu halten, und Allerhöchstdenselben [2] dieses verdienstliche Unternehmen zur huldreichen Unterstützung zu empfehlen. Von der desfallsigen Entschließung Sr: Majestät des Königs werde ich Ew: Hochwohlgeboren demnächst in Kenntniß setzen.
Die bedeutende Frequenz, welche die dortige Universität mit diesem Semester, gewonnen hat, gilt mir als eine gute Vorbedeutung für das von Ew: Hochwohlgeboren übernommene Rektorat, und es ist mein angelegentlicher Wunsch, daß Ihnen für die mannigfaltigen Mühen und Beschwerden, welche dieses Amt mit sich führt, die Freude werden möge, den Flor der dortigen Universität, welche Ihnen schon so vieles verdankt, während Ihres Rektorats nicht nur erhalten sondern auch noch erhöht zu haben.
Empfangen Ew: Hochwohlgeboren die erneuerte Versicherung meiner ausgezeichneten Ihnen gewidmeten Hochachtung.
Berlin, den 20ten December 1824.
Altenst.

An
den Professor und Ritter, Herrn
von Schlegel,
Hochwohlgeboren.
zu
Bonn.
21,374.
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[1] Ew: Hochwohlgeboren sage ich meinen verbindlichsten Dank für die gefällige Mittheilung der von Ihnen zur Geburtstags-Feier Seiner Majestät des Königs gehaltenen Rede, welche eben so geistreich in Gedanken, als im Ausdruck lebendig und römisch ist; Ew: Hochwohlgeboren haben durch dieselbe Ihr glänzendes Talent der Beredsamkeit aufs neue bewährt
Den Studiosus Lassen habe ich Ihrem Wunsche gemäß der diesseitigen Königlichen Gesandtschaft in London empfohlen, auch ihm zur Verlängerung seines Aufenthalts in London noch auf ein Jahr eine weitere Unterstützung von – Vierhundert Thalern – heute bewilligt; weil aber die finanziellen Verhältnisse der dortigen Universität gerade jetzt sehr nachtheilig stehen, bin ich genöthigt gewesen, an diese Bewilligung die Bedingung zu knüpfen daß durch diese außerordentliche Ausgabe bei dem dortigen Universitäts-Fonds keine Verlegenheit erwachse; der dortige außerordentliche Regierungs-Bevollmächtigte Geheime-Regierungs-Rath Rehfues wird seiner Seits gewiß Alles aufbieten, um zu vermeiden, daß ein solcher Fall nicht eintrete, da er wohl erkannt, welch ein großer Glanz von Ew: Hochwohlgeboren verdienstlichen Arbeiten im Fache der Indischen Sprache und Litteratur auf die dortige Universität zurückfällt, und wie sehr billig es daher ist, Ihre wissenschaftlichen Unternehmungen nach Kräften zu befördern, und Ihren bescheidenen Wünschen durch alle der dortigen Universität nur zu Gebote stehenden Mittel entgegen zu kommen. Auch habe ich mich für verpflichtet gehalten, über die von Ew: Hochwohlgeboren zu veranstaltende Ausgabe des gesammten Râmâyana Seiner Majestät dem Könige ausführlichen Vortrag zu halten, und Allerhöchstdenselben [2] dieses verdienstliche Unternehmen zur huldreichen Unterstützung zu empfehlen. Von der desfallsigen Entschließung Sr: Majestät des Königs werde ich Ew: Hochwohlgeboren demnächst in Kenntniß setzen.
Die bedeutende Frequenz, welche die dortige Universität mit diesem Semester, gewonnen hat, gilt mir als eine gute Vorbedeutung für das von Ew: Hochwohlgeboren übernommene Rektorat, und es ist mein angelegentlicher Wunsch, daß Ihnen für die mannigfaltigen Mühen und Beschwerden, welche dieses Amt mit sich führt, die Freude werden möge, den Flor der dortigen Universität, welche Ihnen schon so vieles verdankt, während Ihres Rektorats nicht nur erhalten sondern auch noch erhöht zu haben.
Empfangen Ew: Hochwohlgeboren die erneuerte Versicherung meiner ausgezeichneten Ihnen gewidmeten Hochachtung.
Berlin, den 20ten December 1824.
Altenst.

An
den Professor und Ritter, Herrn
von Schlegel,
Hochwohlgeboren.
zu
Bonn.
21,374.
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