• Georg Andreas Reimer to August Wilhelm von Schlegel

  • Place of Dispatch: Berlin · Place of Destination: Bonn · Date: 19.08.1822
Edition Status: Newly transcribed and labelled; double collated
    Metadata Concerning Header
  • Sender: Georg Andreas Reimer
  • Recipient: August Wilhelm von Schlegel
  • Place of Dispatch: Berlin
  • Place of Destination: Bonn
  • Date: 19.08.1822
  • Notations: Empfangsort erschlossen.
    Manuscript
  • Provider: Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
  • OAI Id: DE-611-35028
  • Classification Number: Mscr.Dresd.e.90,XIX,Bd.18,Nr.27
  • Number of Pages: 1 S., hs. m. U.
  • Format: 24 x 20,2 cm
  • Incipit: „[1] Berlin 19/8. 22
    Ihr gütiges Schreiben vom 15n v. M., mit welchem Sie, höchstverehrter Herr und Freund mir die erbetene [...]“
    Language
  • German
    Editors
  • Bamberg, Claudia
  • Varwig, Olivia
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[1] Berlin 19/8. 22
Ihr gütiges Schreiben vom 15n v. M., mit welchem Sie, höchstverehrter Herr und Freund mir die erbetene Vorrede übersandten, ging während einer Geschäftsreise, die ich nach Leipzig machen mußte ein, und gelangte daher erst bei mei[ne]r Rückkehr vor 8 Tagen in meine Hände. Bei vorgefundenen gehäuften Geschäften konnte ich leider nicht sogleich antworten, und benutze nun dazu eine sehr sichere wenn gleich nicht rasche Gelegenheit.
Leider hat Frau v. Knorring meiner wiederholten Bitte ungeachtet mir die bemerkten Druckfehler nicht angezeigt, und so, da mir gänzlich die Muße gebricht die Bogen noch einmal mit der erforderlichen Genauigkeit durchzugehen, bleibt mir nichts übrig als das Ganze, unvollkommen, wie ist, in die Welt zu schicken, wobei mir noch immer der Trost bleibt, daß der Abdruck wenigstens viel besser ist, als die von Fehlern, Ungleichheiten ja Auslassungen wimmelnde Handschrift. Sehr gerne würde ich dennoch auf gemachte Anzeige die erforderlichen Kartons haben drucken lassen, und habe um die Möglichkeit zu zu lassen den Termin der Ausgabe bis zu diesen Tagen aufgeschoben, in der unerfüllt gebliebenen Hofnung die erbetene Anzeige von der Verfasserin zu erhalten.
Mit dem allerverpflichtetsten Dank erkenne ich die freundlichen Aeußerungen des Wohlwollens, welche Ihr gütiges Schreiben enthält. Ich hoffe Sie davon auf thätige Weise zu überzeugen, wie ehrenvoll und erfreulich mir eine erneuerte Verbindung mit Ihnen seyn würde, und kann die Versicherung nicht zurückhalten, daß die mir in dieser Beziehung von Ihnen eröfnete Aussicht eine der angenehmsten ist. Möchte die Gelegenheit nicht ferne seyn.
Vielleicht haben Sie schon die kaum glaubliche Nachricht erfahren, daß man unserm Schleiermacher den Urlaub zu einer Reise versagt hat, welche er während der Ferien unternehmen wollte. Wie weit wird man noch die Willkühr treiben?
Leben Sie recht wohl, erhalten Sie mir Ihr theures Wohlwollen und bleiben Sie der treuesten Verehrung und Ergebenheit versichert
G. Reimer
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[1] Berlin 19/8. 22
Ihr gütiges Schreiben vom 15n v. M., mit welchem Sie, höchstverehrter Herr und Freund mir die erbetene Vorrede übersandten, ging während einer Geschäftsreise, die ich nach Leipzig machen mußte ein, und gelangte daher erst bei mei[ne]r Rückkehr vor 8 Tagen in meine Hände. Bei vorgefundenen gehäuften Geschäften konnte ich leider nicht sogleich antworten, und benutze nun dazu eine sehr sichere wenn gleich nicht rasche Gelegenheit.
Leider hat Frau v. Knorring meiner wiederholten Bitte ungeachtet mir die bemerkten Druckfehler nicht angezeigt, und so, da mir gänzlich die Muße gebricht die Bogen noch einmal mit der erforderlichen Genauigkeit durchzugehen, bleibt mir nichts übrig als das Ganze, unvollkommen, wie ist, in die Welt zu schicken, wobei mir noch immer der Trost bleibt, daß der Abdruck wenigstens viel besser ist, als die von Fehlern, Ungleichheiten ja Auslassungen wimmelnde Handschrift. Sehr gerne würde ich dennoch auf gemachte Anzeige die erforderlichen Kartons haben drucken lassen, und habe um die Möglichkeit zu zu lassen den Termin der Ausgabe bis zu diesen Tagen aufgeschoben, in der unerfüllt gebliebenen Hofnung die erbetene Anzeige von der Verfasserin zu erhalten.
Mit dem allerverpflichtetsten Dank erkenne ich die freundlichen Aeußerungen des Wohlwollens, welche Ihr gütiges Schreiben enthält. Ich hoffe Sie davon auf thätige Weise zu überzeugen, wie ehrenvoll und erfreulich mir eine erneuerte Verbindung mit Ihnen seyn würde, und kann die Versicherung nicht zurückhalten, daß die mir in dieser Beziehung von Ihnen eröfnete Aussicht eine der angenehmsten ist. Möchte die Gelegenheit nicht ferne seyn.
Vielleicht haben Sie schon die kaum glaubliche Nachricht erfahren, daß man unserm Schleiermacher den Urlaub zu einer Reise versagt hat, welche er während der Ferien unternehmen wollte. Wie weit wird man noch die Willkühr treiben?
Leben Sie recht wohl, erhalten Sie mir Ihr theures Wohlwollen und bleiben Sie der treuesten Verehrung und Ergebenheit versichert
G. Reimer
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