• August Wilhelm von Schlegel to Christian Lassen

  • Place of Dispatch: Paris · Place of Destination: Bonn · Date: 02.12.1831
Edition Status: Single collated printed full text with registry labelling
    Metadata Concerning Header
  • Sender: August Wilhelm von Schlegel
  • Recipient: Christian Lassen
  • Place of Dispatch: Paris
  • Place of Destination: Bonn
  • Date: 02.12.1831
  • Notations: Empfangsort erschlossen.
    Printed Text
  • Provider: Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
  • OAI Id: 370508637
  • Bibliography: Schlegel, August Wilhelm; Lassen, Christian: Briefwechsel. Hg. v. Willibald Kirfel. Bonn 1914, S. 214‒216.
  • Incipit: „[1] Paris, d. 2. Dec. 1831.
    Sie schreiben mir gar zu selten, theuerster Freund: Ihr letzter Brief war vom 25sten Oct. Ich [...]“
    Manuscript
  • Provider: Universitäts- und Landesbibliothek Bonn
  • OAI Id: 1836125
  • Classification Number: S 860 : III : 33
  • Provenance: Der Brief gelangte 1876 als Geschenk der Witwe Christian Lassens in die Universitätsbibliothek Bonn.
  • Number of Pages: 1 e. Br. (2 S.)
  • Format: 20,3 x 12,7 cm
  • Particularities: Die Briefe mit der Signatur S 860 sind in drei Faszikeln gebunden - dieser Brief befindet sich als Nr. 33 in Faszikel III.
    Language
  • German
[1] Paris, d. 2. Dec. 1831.
Sie schreiben mir gar zu selten, theuerster Freund: Ihr letzter Brief war vom 25sten Oct. Ich habe immer gleich geantwortet, auch alles Neue aus unserm Fache gemeldet. Hier ist ein Auftrag, um dessen genaue und schleunige Besorgung ich Sie angelegentlich bitte. Da der König von Frankreich mir eine ausgezeichnete Gnade erwiesen hat, überdieß Protector der Asiat. Gesellschaft von Paris ist, so habe ich es schicklich gefunden, ihm meine Indica mit einem Schreiben zu übersenden. Nun muß ich neue Exemplare für den König von England haben: es wird gut seyn, sie hier einbinden zu lassen, ehe ich nach London abreise; sie müßten also nicht allzu lange unterweges bleiben. Dazu Bücher zu andern Bestimmungen: z. B. ich habe der Asiat. Gesellschaft ein zweites Exemplar von allem versprochen was sie noch nicht doppelt hat u.s.w. Das Verzeichniß anbei. Meine französischen Schriften werden sich in der Spiegel-Commode des Eckzimmers finden. Von der Schrift über die bronzenen Pferde wird wohl kein andres Exemplar vorhanden seyn als das gebundene Ex. in meiner Bibl., welches dort bleiben muß. Vielleicht kann ich sie hier auftreiben. Der Râmây[ana] Vol. 1. 2 Velin müßte neu cartonnirt, und stark geschlagen werden. Bei den noch übrigen cartonirten Exemplaren des ersten Bandes wird sich kein guter Abdruck des lithographirten Titelkupfers finden, was nöthig ist, um es dem K[önig] von England zu präsentiren. Dieß alles zusammen wird eine Kiste ausfüllen. ‒
[2] Nehmen Sie nun Abrede mit Herrn Weber, wie die Übersendung am besten einzurichten seyn möchte, damit die Transportkosten sich nicht allzu hoch belaufen, und die Kiste doch nicht allzu lange unterwegs bleibt. Mit gewöhnlicher Buchhändler-Gelegenheit möchte es wohl zu langsam gehen. In etwa vier Wochen müßte es hier seyn. Ich werde zwar schwerlich vor Anfang Februars noch London abgehen; aber ich möchte die Bücher für den König von England hier einbinden lassen, um nachher dort nicht dadurch aufgehalten zu werden. Sie sehen, es kommt mir ungemein viel auf diese Bestellung an, versäumen Sie also keinen Tag damit. Die zuschlagenden und cartonirenden Bände muß der Buchbinder Klaas schleunigst besorgen.
Stenzler ist vor sechs Tagen nach London abgereist. Er hat vorläufig die Fortsetzung an der Collation des Râmây[ana] übernommen; ich habe ihm 30 ₤ versprochen, und es seiner billigen Schätzung überlassen, wie viel er dafür liefern kann. Freilich muß er noch andre Subsistenzmittel finden, um seinen Aufenthalt dort, wie er wünscht zu verlängern. Ich werde versuchen etwas für ihn beim Ministerium auszuwirken, und Humboldt will mich dabei unterstützen. ‒ Mit der Abschrift des Śrîdhara Svâmin bin ich bis zur Hälfte gelangt. Burnouf hat gehört, Bopp arbeite mit großem Fleiß, um eine Zend-Grammatik ans Licht zu fördern: wissen Sie davon? Die Sache scheint mir noch sehr verwickelt. Die Copisten waren entweder nicht fest, oder die Orthographie hat sehr geschwankt. Leben Sie recht wohl.
Ganz der Ihrige
Schl.
[1] Paris, d. 2. Dec. 1831.
Sie schreiben mir gar zu selten, theuerster Freund: Ihr letzter Brief war vom 25sten Oct. Ich habe immer gleich geantwortet, auch alles Neue aus unserm Fache gemeldet. Hier ist ein Auftrag, um dessen genaue und schleunige Besorgung ich Sie angelegentlich bitte. Da der König von Frankreich mir eine ausgezeichnete Gnade erwiesen hat, überdieß Protector der Asiat. Gesellschaft von Paris ist, so habe ich es schicklich gefunden, ihm meine Indica mit einem Schreiben zu übersenden. Nun muß ich neue Exemplare für den König von England haben: es wird gut seyn, sie hier einbinden zu lassen, ehe ich nach London abreise; sie müßten also nicht allzu lange unterweges bleiben. Dazu Bücher zu andern Bestimmungen: z. B. ich habe der Asiat. Gesellschaft ein zweites Exemplar von allem versprochen was sie noch nicht doppelt hat u.s.w. Das Verzeichniß anbei. Meine französischen Schriften werden sich in der Spiegel-Commode des Eckzimmers finden. Von der Schrift über die bronzenen Pferde wird wohl kein andres Exemplar vorhanden seyn als das gebundene Ex. in meiner Bibl., welches dort bleiben muß. Vielleicht kann ich sie hier auftreiben. Der Râmây[ana] Vol. 1. 2 Velin müßte neu cartonnirt, und stark geschlagen werden. Bei den noch übrigen cartonirten Exemplaren des ersten Bandes wird sich kein guter Abdruck des lithographirten Titelkupfers finden, was nöthig ist, um es dem K[önig] von England zu präsentiren. Dieß alles zusammen wird eine Kiste ausfüllen. ‒
[2] Nehmen Sie nun Abrede mit Herrn Weber, wie die Übersendung am besten einzurichten seyn möchte, damit die Transportkosten sich nicht allzu hoch belaufen, und die Kiste doch nicht allzu lange unterwegs bleibt. Mit gewöhnlicher Buchhändler-Gelegenheit möchte es wohl zu langsam gehen. In etwa vier Wochen müßte es hier seyn. Ich werde zwar schwerlich vor Anfang Februars noch London abgehen; aber ich möchte die Bücher für den König von England hier einbinden lassen, um nachher dort nicht dadurch aufgehalten zu werden. Sie sehen, es kommt mir ungemein viel auf diese Bestellung an, versäumen Sie also keinen Tag damit. Die zuschlagenden und cartonirenden Bände muß der Buchbinder Klaas schleunigst besorgen.
Stenzler ist vor sechs Tagen nach London abgereist. Er hat vorläufig die Fortsetzung an der Collation des Râmây[ana] übernommen; ich habe ihm 30 ₤ versprochen, und es seiner billigen Schätzung überlassen, wie viel er dafür liefern kann. Freilich muß er noch andre Subsistenzmittel finden, um seinen Aufenthalt dort, wie er wünscht zu verlängern. Ich werde versuchen etwas für ihn beim Ministerium auszuwirken, und Humboldt will mich dabei unterstützen. ‒ Mit der Abschrift des Śrîdhara Svâmin bin ich bis zur Hälfte gelangt. Burnouf hat gehört, Bopp arbeite mit großem Fleiß, um eine Zend-Grammatik ans Licht zu fördern: wissen Sie davon? Die Sache scheint mir noch sehr verwickelt. Die Copisten waren entweder nicht fest, oder die Orthographie hat sehr geschwankt. Leben Sie recht wohl.
Ganz der Ihrige
Schl.
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