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<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="1127"><titleStmt><title>August Wilhelm von Schlegel an Eduard dʼAlton</title><editor><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName><persName role="Technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Bearbeiterin"><forename>Olivia</forename><surname>Varwig</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-marburg.de">Philipps-Universität Marburg</orgName><orgName ref="https://www.slub-dresden.de">Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier / Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-10-19/contact">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition/></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 3.0 DE)</licence><ab type="version">version-10-19</ab><ab type="edition">Digitale Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels</ab><ab type="state">Einmal kollationierter Druckvolltext mit Registerauszeichnung</ab></availability><date when="2019-10-15"/><idno type="url">https://august-wilhelm-schlegel.de/version-10-19/letters/view/1127</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl n="carrier1"><title>Briefe von und an August Wilhelm Schlegel. Gesammelt und erläutert durch Josef Körner. Bd. 1. Zürich u.a. 1930, S. 388‒389.</title><idno type="print">343347008_AWSanAlton_05041822</idno><relatedItem target="http://digital.slub-dresden.de/id343347008"/></bibl><msDesc n="carrier2"><msIdentifier><institution>Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden</institution><repository key="http://digital.slub-dresden.de/idDE-611-37222"/><idno type="signatur">Mscr.Dresd.e.90,XX,Bd.9,Nr.103</idno></msIdentifier><physDesc><objectDesc><ab type="oai">DE-611-37222</ab><ab type="alternativeOai">DE-611-2223034</ab><ab type="alternativeSignatur">Mscr.Dresd.e.90,XX,Bd.9,S.91-94</ab><ab type="type">Manuscript</ab><ab type="subtype">Original</ab><ab type="pages">3 S. auf Doppelbl., hs. m. U.</ab><ab type="paper">20,8 x 12,7 cm</ab><ab type="note">Empfänger von Körner erschlossen; vgl. Körner 1930, Bd. 2, S. 173.</ab></objectDesc></physDesc></msDesc></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-10-19/letters/view/1127"><correspAction type="sent"><persName key="766" ref="http://d-nb.info/gnd/118607960">August Wilhelm von Schlegel</persName><placeName key="887" ref="http://d-nb.info/gnd/1001909-1">Bonn</placeName><date when="1822-04-05">1822-04-05</date></correspAction><correspAction type="received"><persName key="3529" ref="http://d-nb.info/gnd/119061341">Eduard dʼAlton</persName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier1" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/brievouna_343347008_0001/brievouna_343347008_0001_tif/jpegs/00000410.tif.original.jpg"/><graphic n="2" decls="carrier1" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/brievouna_343347008_0001/brievouna_343347008_0001_tif/jpegs/00000411.tif.original.jpg"/><graphic n="1" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/Schlunja_DE-611-37222_Bd.9/Schlunja_DE-611-37222_Bd.9_tif/jpegs/00000091.tif.original.jpg"/><graphic n="2" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/Schlunja_DE-611-37222_Bd.9/Schlunja_DE-611-37222_Bd.9_tif/jpegs/00000092.tif.original.jpg"/><graphic n="3" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/Schlunja_DE-611-37222_Bd.9/Schlunja_DE-611-37222_Bd.9_tif/jpegs/00000093.tif.original.jpg"/><graphic n="4" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/Schlunja_DE-611-37222_Bd.9/Schlunja_DE-611-37222_Bd.9_tif/jpegs/00000094.tif.original.jpg"/></facsimile><text><body><div><p>Edler Freund und Gönner meiner Studien! Ich habe den mir zugesendeten Aufsatz mit größter Befriedigung gelesen, ich hätte Ihnen sogleich den nächsten Tag meinen wärmsten Dank für die anziehende und belehrende Mittheilung bezeugt, wenn ich mich nicht eben im Drucke des Druckes befände, indem <name key="2322" type="periodical">mein drittes Heft</name> unter der Presse hervorgeht. <name key="3510" type="work">Ihre Abhandlung</name> ist meisterlich geschrieben, und <orgName key="6406">die Regierung</orgName> hat ganz Recht, sie zur allgemeinen Instruction vervielfältigen zu wollen, höchstens würde ich rathen, ein paar Stellen wegzulassen, nicht weil ich nicht vollkommen damit einverstanden wäre, sondern weil sie vielleicht zu weit über den Horizont der gewöhnlichen Fassungskraft hinausgehn. Ich wüßte wahrlich kein Wort anders, geschweige denn besser zu schreiben. Überdieß haben Sie ja von diesen Dingen weit mehr praktische Kenntniß als ich. Es kommt nun nur auf die Mittel an, die Sache ins Werk zu richten, und auch diese kennen Sie selbst am besten. Nützlich kann ich ihnen auf keine Weise werden, und Sie müssen schon mit meinem Dank und meiner Bewunderung vorlieb nehmen. Ich frage an, ob ich die Abschrift noch etwas behalten darf: ich möchte gern manches daraus für <name key="4982" type="work">meine nächsten Vorlesungen über Geschichte und Theorie der bildenden Künste</name> benutzen. Der Ausdruck <hi rend="weight:bold">romanische Baukunst</hi> scheint mir sehr treffend gewählt zu seyn.<lb/>Höchstens könnte ich mündlich Ihnen einen oder den andern Gedanken zur Förderung der Sache angeben. Kommen Sie nur recht bald einmal.<lb/>Wäre nicht <persName key="2079"><hi rend="weight:bold">Hundeshagen</hi></persName> dazu zu gebrauchen, von den entlegenen Kirchen pp Zeichnungen sowohl im Ganzen als im Detail zu verfertigen? Es fehlt dem geschickten Manne ohnehin an Erwerb.<lb/><persName key="3512">Dorow</persName> besitzt in der That das Talent, unbekannte und versteckt liegende Dinge auszuforschen. Ich habe mit darauf hingewirkt, daß <orgName key="6182">seine Sammlung</orgName> in dem Kreuzgange des Capitel-Schulhauses aufgestellt werden soll: dadurch würde dieses bisher ganz verwahrloste schöne Denkmal den Fremden und Einheimischen wieder sichtbar.<lb/>Leben Sie tausendmal wohl. An <persName key="2323">dem Grafen <hi rend="weight:bold">Solms</hi></persName> habe ich mit wahrer Betrübniß einen edlen Gönner verloren.<lb/>Ich habe noch so viel mit der Einrichtung meiner Druckerey zu schaffen, daß ich nicht weiß, ob ich während der Ferien einen Ausflug werde machen können. Wenn Sie uns dagegen Ihren Besuch schenken, so will ich Sie bestens mit allen meinen kleinen Neuigkeiten und Künsten unterhalten, und Ihnen zu ihrer Ergötzung die ersten Capitel <name key="3476" type="work">einer lateinisch geschriebenen Grammatik des Sanskrit</name> zu lesen geben.<lb/>Ganz der Ihrige<lb/><hi rend="weight:bold">A. W. v. Schlegel</hi><lb/><placeName key="887">Bonn</placeName> d. 5ten April 1822</p></div></body></text></TEI>
