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<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="1410"><titleStmt><title>Ludwig Tieck an August Wilhelm von Schlegel</title><editor><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName><persName role="Technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Bearbeiterin"><forename>Olivia</forename><surname>Varwig</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-marburg.de">Philipps-Universität Marburg</orgName><orgName ref="https://www.slub-dresden.de">Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier / Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-10-19/contact">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition/></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 3.0 DE)</licence><ab type="version">version-10-19</ab><ab type="edition">Digitale Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels</ab><ab type="state">Einmal kollationierter Druckvolltext mit Registerauszeichnung</ab></availability><date when="2019-10-15"/><idno type="url">https://august-wilhelm-schlegel.de/version-10-19/letters/view/1410</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl n="carrier1"><title>Ludwig Tieck und die Brüder Schlegel. Briefe. Hg. v. Edgar Lohner auf der Grundlage der von Henry Lüdeke besorgten Edition. München 1972, S. 212‒213.</title><idno type="print">Lohner1972_LTanAWS_19081836</idno></bibl><msDesc n="carrier2"><msIdentifier><institution>Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden</institution><repository key="http://digital.slub-dresden.de/idDE-611-36934"/><idno type="signatur">Mscr.Dresd.e.90,XIX,Bd.28,Nr.88</idno></msIdentifier><physDesc><objectDesc><ab type="oai">DE-611-36934</ab><ab type="alternativeOai">DE-611-2092870</ab><ab type="alternativeSignatur">Mscr.Dresd.e.90,XIX,Bd.28,S.357-360</ab><ab type="type">Manuscript</ab><ab type="subtype">Original</ab><ab type="pages">4 S. auf Doppelbl., hs. m. U.</ab><ab type="paper">19,8 x 12,5 cm</ab><ab type="note">Empfangsort erschlossen.</ab></objectDesc></physDesc></msDesc></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-10-19/letters/view/1410"><correspAction type="sent"><persName key="48" ref="http://d-nb.info/gnd/12989432X">Ludwig Tieck</persName><placeName key="4694" ref="http://d-nb.info/gnd/4004169-4">Baden-Baden</placeName><date when="1836-08-19">1836-08-19</date></correspAction><correspAction type="received"><persName key="766" ref="http://d-nb.info/gnd/118607960">August Wilhelm von Schlegel</persName><placeName key="887" ref="http://d-nb.info/gnd/1001909-1">Bonn</placeName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier1" url="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-10-19/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-00yi-0.jpg"/><graphic n="2" decls="carrier1" url="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-10-19/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-00yi-1.jpg"/><graphic n="3" decls="carrier1" url="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-10-19/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-00yi-2.jpg"/><graphic n="1" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/AWvS_DE-611-36934_Bd.28/AWvS_DE-611-36934_Bd.28_tif/jpegs/00000357.tif.original.jpg"/><graphic n="2" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/AWvS_DE-611-36934_Bd.28/AWvS_DE-611-36934_Bd.28_tif/jpegs/00000358.tif.original.jpg"/><graphic n="3" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/AWvS_DE-611-36934_Bd.28/AWvS_DE-611-36934_Bd.28_tif/jpegs/00000359.tif.original.jpg"/><graphic n="4" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/AWvS_DE-611-36934_Bd.28/AWvS_DE-611-36934_Bd.28_tif/jpegs/00000360.tif.original.jpg"/></facsimile><text><body><div><p>[1] <placeName key="4694">Baden, Baden</placeName> den 19” August 1836<lb/>Geliebter Freund und Bruder,<lb/>Dein Brief hat mich unendlich gerührt, das ist die alte, ächte treue Freundschaft; doch habe ich dich ja immer so gekannt, du bist der beste aller Menschen; ich nehme mit Dankbarkeit deine Gastfreundschaft an, und, <persName key="202">die Gräfin</persName>, fühlt ihre Zärtlichkeit für dich, um ein Großes vermehrt. Erlauben es also, meine Gesundheit, und der Docter, erhalte ich nicht zu traurige Nachrichten von Hause, so umarme ich dich den 7ten oder 8ten September. Nur ist es möglich, daß der Arzt, verlängertes Baden nothwendig findet, und dann dürfte es doch wohl zu spät werden. [2] Dies würde mich unendlich betrüben, nicht ohne Thränen, lese ich in deinem Briefe, daß, du, im äußersten Falle, hierher zu mir kommen würdest. Du, der Eigenthümer eines treflichen Hauses, in deinem Alter, mit Recht, jede Bequemlichkeit verlangend. Hier würdest du elend leben, bei der Überfülle, kaum ein schlechtes Unterkommen finden.<lb/>Reise ich nun, den 30ten oder 31ten dieses Monathes von hier ab, so kann ich doch nicht deinem Plane folgen, denn, mein ganz zerbrochener Wagen, ist in <placeName key="574">Heidelberg</placeName> hergestellt worden, dort muß ich auch, meiner Freunde wegen, 2 Tage verweilen, eben so in <placeName key="2396">Darmstadt</placeName>, von dort gehe [3] ich dann nach <placeName key="897">Mainz</placeName>, setze mich auf das Schnellschiff, um bei dir, in deiner Liebe, deinem Scherz, deinen lehrreichen Gesprächen, wahrhaft auszuruhen und glücklich zu seyn; auch, <persName key="202">meine Freundinn</persName>, die dich herzlichst begrüßt, freut sich, wieder einmal in deiner Nähe zu seyn.<lb/>Auch das Anerbiethen des Darlens, hat mich innigst gerührt. Ich hatte mich zwar reichlich versehen, aber dieser Unglücksfall hat die frühere Rechnung ganz zerstört; 3 Wochen längerer Aufenthalt, im theueren <placeName key="4694">Baden</placeName>, Docter und Apoteker hier und in <placeName key="7122">Wieseloch</placeName>, die Reparatur des Wagens, dessen Betrag ich noch nicht einmal kenne, der verlängerte [4] Miethlohn des Fuhrwerks für jeden Tag 16 gl, die langsamere Rückreise, wegen unserer Gesundheit, alles dies zusammen macht einen beträchtlichen Ausfall, und, so nehme ich vielleicht auf einige Monathe, mit herzlichem Dank, deinen angebothenen Vorschuß an.<lb/>Nun, lebe wohl, Geliebtester, da mir das Schreiben noch viel Schmerzen verursacht, so ist die Gräfin, so gütig gewesen, sich diesen Brief dictiren zu lassen. Sie begrüßt dich herzlichst und dankbar, mit deinem,<lb/>Innigst ergebnen<lb/>Freunde L. Tieck.</p></div></body></text></TEI>
