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<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="2111"><titleStmt><title>August Wilhelm von Schlegel an Michael Beer</title><editor><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName><persName role="Technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Bearbeiterin"><forename>Olivia</forename><surname>Varwig</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-marburg.de">Philipps-Universität Marburg</orgName><orgName ref="https://www.slub-dresden.de">Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier / Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-10-19/contact">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition/></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 3.0 DE)</licence><ab type="version">version-10-19</ab><ab type="edition">Digitale Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels</ab><ab type="state">Einmal kollationierter Druckvolltext mit Registerauszeichnung</ab></availability><date when="2019-10-15"/><idno type="url">https://august-wilhelm-schlegel.de/version-10-19/letters/view/2111</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl n="carrier1"><title>Witkowski, Georg: A. W. Schlegel an Michael Beer. In: Euphorion 16 (1909), S. 790.</title><idno type="print">Witkowski1909_AWSanBeer_30061827</idno></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-10-19/letters/view/2111"><correspAction type="sent"><persName key="766" ref="http://d-nb.info/gnd/118607960">August Wilhelm von Schlegel</persName><placeName key="15" ref="http://d-nb.info/gnd/2004272-3">Berlin</placeName><date when="1827-06-30">1827-06-30</date></correspAction><correspAction type="received"><persName key="3527" ref="http://d-nb.info/gnd/118657887">Michael Beer</persName><placeName key="887" ref="http://d-nb.info/gnd/1001909-1">Bonn</placeName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier1" url="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-10-19/cake_fud/files/temp/images/default/AWS-aw-01d3-0.jpg"/></facsimile><text><body><div><p><placeName key="15">Berlin</placeName> d. 30sten Jun. 1827.<lb/>Empfangen Sie meinen herzlichsten Dank, mein hochgeehrtester Herr und Freund, für Ihr wohlwollendes Andenken. Ich bedaure unendlich, daß Ihr Aufenthalt in <placeName key="887">Bonn</placeName> gerade in die Zeit meiner Abwesenheit gefallen ist. Indessen schicke ich mich jetzt zur Rückreise an, und hoffe noch in rechter Ruhe mit Ihnen literrarische Gespräche zu führen. In dem Hause <persName key="8886">Ihrer Frau Mutter</persName> und bei <persName key="8888"><persName key="8889"><persName key="8887">Ihren Geschwistern</persName></persName></persName> habe ich eine sehr schmeichelhafte Aufnahme und die angenehmste Gesellschaft gefunden. Vorgestern hatte ich die Befriedigung <name key="3528" type="work">den Paria</name> aufführen zu sehen. Ich fand die Wirkung unwiderstehlich, und will Ihnen nur ganz einfach und offenherzig sagen, daß ich reichliche aber milde Thränen dabei vergossen habe. Dieß ist besser als ein Urtheil. Bei der bedenklichen Aufgabe, ein Trauerspiel auf einen einzigen Act zu beschränken, ist Anlage und Ausführung durchaus nicht bloß dramatisch, sondern auch theatralisch. Feiern Sie nur nicht, und wenden Sie Ihrem Talent beharrliche Pflege zu. Es wäre sehr schön, wenn die hiesige Bühne <persName key="9974">entraupacht</persName> werden könnte.<lb/>Nun leben Sie recht wohl! Auf baldiges Wiedersehen!<lb/>Ganz der Ihrige<lb/>A. W. v. Schlegel<lb/>Rückseite: Herrn <hi rend="weight:bold">Michael Beer in Bonn</hi>.</p></div></body></text></TEI>
