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<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="295"><titleStmt><title>Siegfried August Mahlmann an August Wilhelm von Schlegel</title><editor><persName role="Herausgeber"><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName><persName role="Technische Koordination"><forename>Radoslav</forename><surname>Petkov</surname><affiliation>Universität Trier</affiliation></persName><persName role="Bearbeiterin"><forename>Olivia</forename><surname>Varwig</surname><affiliation>Philipps-Universität Marburg</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://www.uni-marburg.de">Philipps-Universität Marburg</orgName><orgName ref="https://www.slub-dresden.de">Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier / Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-10-19/contact">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition/></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName><forename>Jochen</forename><surname>Strobel</surname></persName><persName><forename>Claudia</forename><surname>Bamberg</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 3.0 DE)</licence><ab type="version">version-10-19</ab><ab type="edition">Digitale Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels</ab><ab type="state">Einmal kollationierter Druckvolltext mit Registerauszeichnung</ab></availability><date when="2019-10-15"/><idno type="url">https://august-wilhelm-schlegel.de/version-10-19/letters/view/295</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl n="carrier1"><title>Krisenjahre der Frühromantik. Briefe aus dem Schlegelkreis. Hg. v. Josef Körner. Bd. 2. Der Texte zweite Hälfte. 1809‒1844. Bern u.a. ²1969, S. 29.</title><idno type="print">335973167_MahlmannanAWS_11041809</idno><relatedItem target="http://digital.slub-dresden.de/id335973167"/></bibl><msDesc n="carrier2"><msIdentifier><institution>Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden</institution><repository key="http://digital.slub-dresden.de/idAPP2712-Bd-6"/><idno type="signatur">Mscr.Dresd.App.2712,B,21,52</idno></msIdentifier><physDesc><objectDesc><ab type="oai">APP2712-Bd-6</ab><ab type="alternativeOai">DE-611-2320394</ab><ab type="type">Manuscript</ab><ab type="subtype">Original</ab><ab type="pages">3 S. auf Doppelbl., hs. m. U.</ab><ab type="paper">18,2 x 11,4 cm</ab></objectDesc></physDesc></msDesc></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="https://august-wilhelm-schlegel.de/version-10-19/letters/view/295"><correspAction type="sent"><persName key="182" ref="http://d-nb.info/gnd/11941077X">Siegfried August Mahlmann</persName><placeName key="22" ref="http://d-nb.info/gnd/4035206-7">Leipzig</placeName><date when="1809-04-11">1809-04-11</date></correspAction><correspAction type="received"><persName key="766" ref="http://d-nb.info/gnd/118607960">August Wilhelm von Schlegel</persName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier1" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/krisdefr_335973167_0002/krisdefr_335973167_0002_tif/jpegs/00000043.tif.original.jpg"/><graphic n="1" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/Mscr_APP2712-Bd-6_Bd.6/Mscr_APP2712-Bd-6_Bd.6_tif/jpegs/00000203.tif.original.jpg"/><graphic n="2" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/Mscr_APP2712-Bd-6_Bd.6/Mscr_APP2712-Bd-6_Bd.6_tif/jpegs/00000204.tif.original.jpg"/><graphic n="3" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/Mscr_APP2712-Bd-6_Bd.6/Mscr_APP2712-Bd-6_Bd.6_tif/jpegs/00000205.tif.original.jpg"/><graphic n="4" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/Mscr_APP2712-Bd-6_Bd.6/Mscr_APP2712-Bd-6_Bd.6_tif/jpegs/00000206.tif.original.jpg"/></facsimile><text><body><div><p><placeName key="22">Leipzig</placeName> den 11<hi rend="offset:4">t</hi> Apr. 1809.<lb/>Ew. Wohlgeb.<lb/>haben mir durch Ihren gütigen Brief eine große und unerwartete Freude gemacht. Ich glaubte mich ganz von Ihnen vergeßen, während die hohe Achtung und innige Liebe, die ich immer gegen Ihren reichen Geist und Ihr edles Herz gehegt habe, durch so Vieles was ich von Ihnen sah und hörte vermehrt wurde. – Ich eile daher Ihnen für <name key="1553" type="work">den erhaltenen Beweiß Ihres gütigen Andenkens</name> recht herzlich zu danken. Die Beylagen werde ich in die nächsten Blätter <name key="2124" type="periodical">der Zeitung</name> abdrucken laßen und Ihnen einige Abdrücke durch <persName key="1444">HEn Zimmer</persName> übersenden. Die Hofnung, die Sie mir machen, auch ferner an diesen Blättern Theil zu nehmen, ist mir sehr erfreulich. Ich bitte Sie das Honorar zu bestimmen. Die Zeitung hat sich in dem Conflikt trauriger Ereignisse wundersam erhalten und ist jetzt das ausgebreitetste Blatt dieser Art in Deutschland. – Die deutsche Literatur bedarf <hi rend="weight:bold">Ihrer</hi> Einwirkung, denn die gesunden Geister werden immer seltner und die Einseitigkeit, die immer der deutschen Literatur anklebte, neigt sich jetzt zum Mysticismus; eine Stimmung die durch äusere Noth begünstigt und durch innere Armuth und Schwäche genährt wird; aber doch der Untergang aller Kunst, Größe und Freiheit ist. Eine neue Crisis steht uns jetzt bevor. Ihr Ausgang wird definitiv entscheiden. Wie glücklich sind Sie <placeName key="228">ein ruhiges Asyl</placeName> zu haben und gewißermasen außer der Welt den Kampf um die Welt mit anzusehen! Wie glücklich, in so fruchtbringender Nähe mit <persName key="222">den geistvollsten Menschen</persName> zu leben!<lb/>Doch verzeihen Sie mein Geplauder! Erfüllen Sie bald die erfreuliche Hofnung die Sie die Güte hatten mir zu geben, und wenn Sie in <placeName key="22">Leipzig</placeName>, der Capitale des literarischen Deutschlands, Besorgungen haben oder Nachrichten verlangen, so befehlen Sie ganz über mich. Ich bin zwar nicht mehr Buchhändler – der unglückliche Einfall mich mit dem literarischen Handel zu befaßen hat mir einen großen Theil meines Vermögens gekostet – aber ich stehe in den ausgebreitetsten Verbindungen die mich in Stand setzen Ihre Aufträge dieser Art zu besorgen.<lb/>Mit der größten und reinsten Hochachtung habe ich die Ehre mich Ihnen zu empfehlen. Machen Sie mir bald die Freude wieder einen Brief von Ihnen zu erhalten.<lb/>Ew. Wohlgebohren<lb/>ergebenster<lb/>A. Mahlmann<lb/>Meine Adresse ist:<lb/>An den Hofrath Mahlmann<lb/>in Leipzig.</p></div></body></text></TEI>
