• August Wilhelm von Schlegel , Jeanne Françoise Julie Adélaïde Récamier to August Wilhelm von Schlegel , Jeanne Françoise Julie Adélaïde Récamier

  • Place of Dispatch: Coppet · Place of Destination: Unknown · Date: [o.D.]
Edition Status: Single collated printed full text without registry labelling not including a registry
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    Metadata Concerning Header
  • Sender: August Wilhelm von Schlegel, Jeanne Françoise Julie Adélaïde Récamier
  • Recipient: August Wilhelm von Schlegel, Jeanne Françoise Julie Adélaïde Récamier
  • Place of Dispatch: Coppet
  • Place of Destination: Unknown
  • Date: [o.D.]
    Printed Text
  • Bibliography: Pange, Pauline de: August Wilhelm Schlegel und Frau von Staël. Eine schicksalhafte Begegnung. Nach unveröffentlichten Briefen erzählt von Pauline Gräfin de Pange. Dt. Ausg. von Willy Grabert. Hamburg 1940, S. 204.
  • Incipit: „[Von Frau Récamiers Hand:]
    Hoffentlich geben Sie mir morgen meine englische Stunde, aber ich fürchte, es wird Sie langweilen.
    [Von Schlegels Hand:]
    Es ist [...]“
[Von Frau Récamiers Hand:]
Hoffentlich geben Sie mir morgen meine englische Stunde, aber ich fürchte, es wird Sie langweilen.
[Von Schlegels Hand:]
Es ist mir durchaus nicht langweilig; vielmehr gehört es zu den wenigen Dingen, die in mir den Wunsch wecken, in Paris zu wohnen. Ich bitte Sie, noch über morgen hinaus zu bleiben. Schicken Sie mir doch bitte dies Blatt zurück: ich nehme es mit nach Deutschland, weil es die kostbarsten Zeilen enthält, die jemals an einen deutschen Professor gerichtet wurden.
[Von Frau Récamiers Hand:]
Es ist sehr liebenswürdig von Ihnen, mir meine Furcht zu nehmen. Ich versichere Ihnen, daß ich meinen Aufenthalt hier gerne verlängerte, und ich glaube wohl, daß ich mich mit Frau von Staël und mit Ihnen einige Monate gut unterhalten würde.
[Von Schlegels Hand:]
Erlauben Sie mir, Ihre letzten Zeilen Frau von Staël zu zeigen? Sie ist der Unterhaltung mit mir so müde und legt so wenig Wert auf mich, da hebt es mich vielleicht ein wenig in ihren Augen, wenn sie sieht, daß Sie mich so nachsichtig beurteilen. Sie sind doch die liebenswürdigste Gebieterin auf der Welt. Nach allem, was ich von Ihnen gehört hatte, hatte ich die größte Angst, auch nur das Wort an Sie zu richten. Ich hoffe nur, daß Sie es nicht bereuen werden.
[Von Frau Récamiers Hand:]
Hoffentlich geben Sie mir morgen meine englische Stunde, aber ich fürchte, es wird Sie langweilen.
[Von Schlegels Hand:]
Es ist mir durchaus nicht langweilig; vielmehr gehört es zu den wenigen Dingen, die in mir den Wunsch wecken, in Paris zu wohnen. Ich bitte Sie, noch über morgen hinaus zu bleiben. Schicken Sie mir doch bitte dies Blatt zurück: ich nehme es mit nach Deutschland, weil es die kostbarsten Zeilen enthält, die jemals an einen deutschen Professor gerichtet wurden.
[Von Frau Récamiers Hand:]
Es ist sehr liebenswürdig von Ihnen, mir meine Furcht zu nehmen. Ich versichere Ihnen, daß ich meinen Aufenthalt hier gerne verlängerte, und ich glaube wohl, daß ich mich mit Frau von Staël und mit Ihnen einige Monate gut unterhalten würde.
[Von Schlegels Hand:]
Erlauben Sie mir, Ihre letzten Zeilen Frau von Staël zu zeigen? Sie ist der Unterhaltung mit mir so müde und legt so wenig Wert auf mich, da hebt es mich vielleicht ein wenig in ihren Augen, wenn sie sieht, daß Sie mich so nachsichtig beurteilen. Sie sind doch die liebenswürdigste Gebieterin auf der Welt. Nach allem, was ich von Ihnen gehört hatte, hatte ich die größte Angst, auch nur das Wort an Sie zu richten. Ich hoffe nur, daß Sie es nicht bereuen werden.
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