• August Wilhelm von Schlegel to Thaddäus Obermüller

  • Place of Dispatch: Wien · Place of Destination: Unknown · Date: 23.01.1808
Edition Status: Single collated printed full text with registry labelling
    Metadata Concerning Header
  • Sender: August Wilhelm von Schlegel
  • Recipient: Thaddäus Obermüller
  • Place of Dispatch: Wien
  • Place of Destination: Unknown
  • Date: 23.01.1808
    Printed Text
  • Bibliography: Körner, Josef: Briefe von August Wilhelm und Friedrich Schlegel. In: Zeitschrift für Bücherfreunde N.F. 6/1 (1914), S. 93.
  • Incipit: „Sr. Wohlgeb.
    Herrn Thaddäus Obermüller in Mölk.
    Wien d. 23 Januar 1808
    Hochgeehrtester Herr Oberamtmann!
    Ew. Wohlgeb. entschuldigen gütigst, daß ich seit meiner Ankunft durch [...]“
    Manuscript
  • Provider: Österreichische Nationalbibliothek
  • Classification Number: Autogr. 9/61-4 Han.
  • Number of Pages: 2 S., hs. m. U.
Sr. Wohlgeb.
Herrn Thaddäus Obermüller in Mölk.
Wien d. 23 Januar 1808
Hochgeehrtester Herr Oberamtmann!
Ew. Wohlgeb. entschuldigen gütigst, daß ich seit meiner Ankunft durch mancherley Zerstreuungen abgehalten worden bin, Ihnen von dem weiteren Verlauf der Sache Nachricht zu geben, deren Sie sich so zuvorkommend angenommen haben.
Der Postmeister in Amstetten hat bey der hiesigen Ober-Postamts-Verwaltung eine Klage gegen Frau von Stael wegen Beschädigung des Pferdes eingereicht, welche uns von dem Herrn Ober-Postamts-Director von Brockmayer mitgetheilt ward, und worauf ich einen Bericht über den wahren Verlauf der Sache, mit Widerlegung der in jener angegebnen falschen Thatsachen eingab. Schließlich bot ich, um eine gütliche Auskunft zu treffen, im Namen der Frau Baronin, den Schadenersatz von 40 fl für das Überreiten des Pferdes an. Der Postmeister hat hierauf noch mancherley Ungehörigkeiten eingewandt, so wie auch der von Kamelbach, dem sein Betragen vom Ober-Postamt verwiesen worden, indessen hat jener die erbotne Summe doch angenommen, welche ich zu diesem Ende Hrn. von Brockmayer übergebe, welcher mir dagegen die förmliche Entsagung des Postmeisters in Amstetten auf alle weiteren Forderungen verschaffen wird.
Somit wäre also der Handel schließlich beygelegt, und Ew. Wohlgeb. sind der so gefällig geleisteten Gutsagung für Frau von Stael enthoben. Sie trägt mir auf, Ihnen dafür ihren Dank angelegentlich zu wiederhohlen. Es würde ihr äußerst angenehm seyn, wenn sie Ihnen hier irgend einen Dienst oder Gefälligkeit erwiedern könnte, und sie bittet recht sehr darum, wenn dieß der Fall ist, es ihr wissen zu lassen.
Ich empfehle mich mit ausgezeichneter Hochachtung
Ew. Wohlgeb.
ergebenst
A. W. Schlegel
Sr. Wohlgeb.
Herrn Thaddäus Obermüller in Mölk.
Wien d. 23 Januar 1808
Hochgeehrtester Herr Oberamtmann!
Ew. Wohlgeb. entschuldigen gütigst, daß ich seit meiner Ankunft durch mancherley Zerstreuungen abgehalten worden bin, Ihnen von dem weiteren Verlauf der Sache Nachricht zu geben, deren Sie sich so zuvorkommend angenommen haben.
Der Postmeister in Amstetten hat bey der hiesigen Ober-Postamts-Verwaltung eine Klage gegen Frau von Stael wegen Beschädigung des Pferdes eingereicht, welche uns von dem Herrn Ober-Postamts-Director von Brockmayer mitgetheilt ward, und worauf ich einen Bericht über den wahren Verlauf der Sache, mit Widerlegung der in jener angegebnen falschen Thatsachen eingab. Schließlich bot ich, um eine gütliche Auskunft zu treffen, im Namen der Frau Baronin, den Schadenersatz von 40 fl für das Überreiten des Pferdes an. Der Postmeister hat hierauf noch mancherley Ungehörigkeiten eingewandt, so wie auch der von Kamelbach, dem sein Betragen vom Ober-Postamt verwiesen worden, indessen hat jener die erbotne Summe doch angenommen, welche ich zu diesem Ende Hrn. von Brockmayer übergebe, welcher mir dagegen die förmliche Entsagung des Postmeisters in Amstetten auf alle weiteren Forderungen verschaffen wird.
Somit wäre also der Handel schließlich beygelegt, und Ew. Wohlgeb. sind der so gefällig geleisteten Gutsagung für Frau von Stael enthoben. Sie trägt mir auf, Ihnen dafür ihren Dank angelegentlich zu wiederhohlen. Es würde ihr äußerst angenehm seyn, wenn sie Ihnen hier irgend einen Dienst oder Gefälligkeit erwiedern könnte, und sie bittet recht sehr darum, wenn dieß der Fall ist, es ihr wissen zu lassen.
Ich empfehle mich mit ausgezeichneter Hochachtung
Ew. Wohlgeb.
ergebenst
A. W. Schlegel
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