• Franz Bopp to August Wilhelm von Schlegel

  • Place of Dispatch: Berlin · Place of Destination: Unknown · Date: 04.07.1822
Edition Status: Single collated printed full text with registry labelling
    Metadata Concerning Header
  • Sender: Franz Bopp
  • Recipient: August Wilhelm von Schlegel
  • Place of Dispatch: Berlin
  • Place of Destination: Unknown
  • Date: 04.07.1822
    Printed Text
  • Provider: Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
  • OAI Id: 362642923
  • Bibliography: Lefmann, S.: Franz Bopp, sein Leben und seine Wissenschaft. Erste Hälfte. Berlin 1891, S. 93‒94.
  • Incipit: „[1] Berlin, den 4. Juli 1822.
    Hochgeehrtester Herr und Freund,
    Es war mir sehr erfreulich, daß Sie bey Erscheinung des 3. Heftes der [...]“
    Manuscript
  • Provider: Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
  • OAI Id: DE-611-38972
  • Classification Number: Mscr.Dresd.e.90,XIX,Bd.3,Nr.71
  • Number of Pages: 3 S. auf Doppelbl., hs. m. U. u. Adresse
  • Format: 24,4 x 19,7 cm
    Language
  • German
[1] Berlin, den 4. Juli 1822.
Hochgeehrtester Herr und Freund,
Es war mir sehr erfreulich, daß Sie bey Erscheinung des 3. Heftes der lndischen Bibl., sich meiner freundschaftlich erinnert haben. Empfangen Sie meinen verbindlichsten Dank für dieses mir höchst schätzbare Geschenk. Eine Recension des 2ten und 3ten Heftes habe ich vor etwa 12 Tagen nach Göttingen abgeschickt und um baldigen Abdruck gebeten, ich will Ihnen also hier nicht mit Auseinandersetzung meiner Ansichten beschwerlich fallen. – Daß mich die beiden Hefte die so vieles Treffliche enthalten recht sehr interessiren mußten versteht sich von selbst; ich glaube nicht, daß sie jemand mit größerer Theilnahme gelesen habe. Ihre Typen gefallen mir äußerst wohl, auch habe ich [2] meine Meinung darüber in meiner Anzeige ausgesprochen. Ich sehne mich nach der Erscheinung des 4ten Heftes, wo Sie uns mehr Originaltext versprechen. – Der Gießer findet die Arbeit der Stempel recht gut. Ich zweifle nicht, daß der Guß hier gut von Statten gehen werde; es wird aber geraume Zeit erfordern, da der Gießer sehr beschäftigt. Wäre ich früher in Preuß. Diensten gewesen, so würde ich das Ministerium zu bewegen gesucht haben, den Guß für Berlin ebenfalls in Paris besorgen zu lassen; es wäre hierdurch Zeit gewonnen worden, und die Uebersendung des Apparats würde dann keine Eile gehabt haben. Die Typen, welche Sie früher als Proben von Paris geschickt haben, sind dem Gießer von vortheilhaftem Gebrauch; da aber seitdem manches verändert worden, so wäre es vielleicht gut, wenn der Gießer ein Exemplar von jedem Typen wie sie jetzt sind, in Händen hätte.
Hoffentlich werden sich die Bearbeiter des Sanskrits nach und nach bedeutend vermehren, sowie sich die Hülfsmittel [3] vermehren. Humboldt hat schon sehr große Fortschritte gemacht und ist recht eifrig damit beschäftigt.
Ich bitte Sie mir Ihre freundschaftlichen Gesinnungen zu erhalten und die Versicherung der ausgezeichnetsten Hochachtung und Freundschaft zu genehmigen, womit ich stets verharre
Ew. Hochwohlgebornen
Ergebenster
F. Bopp.
Ich bitte Sie mir unseren trefflichen Freund Windischmann und seine Familie vielmal zu grüßen.
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[1] Berlin, den 4. Juli 1822.
Hochgeehrtester Herr und Freund,
Es war mir sehr erfreulich, daß Sie bey Erscheinung des 3. Heftes der lndischen Bibl., sich meiner freundschaftlich erinnert haben. Empfangen Sie meinen verbindlichsten Dank für dieses mir höchst schätzbare Geschenk. Eine Recension des 2ten und 3ten Heftes habe ich vor etwa 12 Tagen nach Göttingen abgeschickt und um baldigen Abdruck gebeten, ich will Ihnen also hier nicht mit Auseinandersetzung meiner Ansichten beschwerlich fallen. – Daß mich die beiden Hefte die so vieles Treffliche enthalten recht sehr interessiren mußten versteht sich von selbst; ich glaube nicht, daß sie jemand mit größerer Theilnahme gelesen habe. Ihre Typen gefallen mir äußerst wohl, auch habe ich [2] meine Meinung darüber in meiner Anzeige ausgesprochen. Ich sehne mich nach der Erscheinung des 4ten Heftes, wo Sie uns mehr Originaltext versprechen. – Der Gießer findet die Arbeit der Stempel recht gut. Ich zweifle nicht, daß der Guß hier gut von Statten gehen werde; es wird aber geraume Zeit erfordern, da der Gießer sehr beschäftigt. Wäre ich früher in Preuß. Diensten gewesen, so würde ich das Ministerium zu bewegen gesucht haben, den Guß für Berlin ebenfalls in Paris besorgen zu lassen; es wäre hierdurch Zeit gewonnen worden, und die Uebersendung des Apparats würde dann keine Eile gehabt haben. Die Typen, welche Sie früher als Proben von Paris geschickt haben, sind dem Gießer von vortheilhaftem Gebrauch; da aber seitdem manches verändert worden, so wäre es vielleicht gut, wenn der Gießer ein Exemplar von jedem Typen wie sie jetzt sind, in Händen hätte.
Hoffentlich werden sich die Bearbeiter des Sanskrits nach und nach bedeutend vermehren, sowie sich die Hülfsmittel [3] vermehren. Humboldt hat schon sehr große Fortschritte gemacht und ist recht eifrig damit beschäftigt.
Ich bitte Sie mir Ihre freundschaftlichen Gesinnungen zu erhalten und die Versicherung der ausgezeichnetsten Hochachtung und Freundschaft zu genehmigen, womit ich stets verharre
Ew. Hochwohlgebornen
Ergebenster
F. Bopp.
Ich bitte Sie mir unseren trefflichen Freund Windischmann und seine Familie vielmal zu grüßen.
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