• Mohr & Zimmer (Heidelberg) , Jakob Christian Benjamin Mohr , Johann Georg Zimmer to August Wilhelm von Schlegel

  • Place of Dispatch: Heidelberg · Place of Destination: Unknown · Date: 28.02.1812
Edition Status: Single collated printed full text without registry labelling not including a registry
    Metadata Concerning Header
  • Sender: Mohr & Zimmer (Heidelberg), Jakob Christian Benjamin Mohr, Johann Georg Zimmer
  • Recipient: August Wilhelm von Schlegel
  • Place of Dispatch: Heidelberg
  • Place of Destination: Unknown
  • Date: 28.02.1812
    Printed Text
  • Provider: Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
  • OAI Id: 383716241
  • Bibliography: Jenisch, Erich (Hg.): August Wilhelm Schlegels Briefwechsel mit seinen Heidelberger Verlegern. Festschrift zur Jahrhundert-Feier des Verlags Carl Winters Universitätsbuchhandlung in Heidelberg 1822‒1922. Heidelberg 1922, S. 105‒106.
  • Incipit: „Heidelberg, den 28 Febr[uar] 1812.
    Herrn Prof[essor] A W Schlegel in Bern
    Addr. H[er]rn Buchh[ändle]r Burgdorfer.
    Wohlgebohrner, Hochzuverehrender Herr!
    Wir haben Ew. Wohlgebohren beyde Briefe [...]“
    Manuscript
  • Provider: Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
  • OAI Id: DE-611-34977
  • Classification Number: Mscr.Dresd.e.90,XIX,Bd.16,Nr.34
  • Number of Pages: 3 S. auf Doppelbl., hs. m. U. u. Adresse
  • Format: 23,3 x 19,7 cm
    Language
  • German
Heidelberg, den 28 Febr[uar] 1812.
Herrn Prof[essor] A W Schlegel in Bern
Addr
. H[er]rn Buchh[ändle]r Burgdorfer.
Wohlgebohrner, Hochzuverehrender Herr!
Wir haben Ew. Wohlgebohren beyde Briefe vom 22ten vorigen u[nd] vom 22ten ds Mts [erhalten] u[nd] müssen sehr um Entschuldigung bitten, daß wir ersteren so lange unbeantwortet gelassen haben. Wir hofften von einer Zeit zur anderen Ihnen zu gleicher Zeit die verlangten Aktenstücke für Herrn v. Stael Holstein übersenden zu können u[nd] schoben deswegen immer das Schreiben auf. Es ist uns leider noch nicht gelungen jene Aktenstücke zu erhalten. Von Darmstadt haben wir endlich in Erfahrung gebracht, daß Jean Pierre v. d. Lahr vor etwa 25 Jahren in Cassel gestorben sey, dahin haben wir nun geschrieben u[nd] hoffen die Papiere von daher zu erhalten. Das eine, der Todes-Schein des alten v. d. L[ahr] liegt schon lange bey uns, da derselbe aber das unwichtigste ist, so wollten wir ihn nicht einzeln senden.
Was Ihren Antrag zum Verlag eines 3ten Theils ihrer poetischen Werke, die Nachbildungen kleiner ausländ[ischen] Poesien enthaltend, betrifft, so sind wir dazu sehr bereit u[nd] glauben daß der Wunsch des Rec[ensenten] in den Jahrbüchern der allgemeine Ihres Publikums ist. Am liebsten wäre es uns jedoch, wenn der Druck erst nach künftiger Herbstmesse begönne, da wir uns gern den Sommer noch frey halten möchten.
Ihre Anfrage wegen eines Recensenten in den Jahrbüchern wird H[er]r Prof[essor] Wilken in beyfolgendem Brief ohne Zweifel mit beantworten. Es ist uns ungemein erfreulich, daß Ew Wohlgebohren den Jahrbüchern Ihre fernere Teilnahme zusichern; möchte dieselbe doch nicht durch eine allzu weite Entfernung gestört werden.
Von einem Fallissement der Ungerischen Buchhandlung haben wir nichts gehört, allein die Druckerey u[nd] mehrere Verlags-Artikel sollen, wie wir hören, verkauft werden. Sollte vielleicht H[er]r Reimer den Shakespeare übernommen haben?
Wir bitten Sie uns gefälligst zu sagen, auf welcher Weise wir Ihnen den Rest unserer Schuld übermachen sollen?
Mit hochachtungsvollster Ergebenheit
Ew Wohlgebohren
gehorsamste Diener
Mohr & Zimmer.
Heidelberg, den 28 Febr[uar] 1812.
Herrn Prof[essor] A W Schlegel in Bern
Addr
. H[er]rn Buchh[ändle]r Burgdorfer.
Wohlgebohrner, Hochzuverehrender Herr!
Wir haben Ew. Wohlgebohren beyde Briefe vom 22ten vorigen u[nd] vom 22ten ds Mts [erhalten] u[nd] müssen sehr um Entschuldigung bitten, daß wir ersteren so lange unbeantwortet gelassen haben. Wir hofften von einer Zeit zur anderen Ihnen zu gleicher Zeit die verlangten Aktenstücke für Herrn v. Stael Holstein übersenden zu können u[nd] schoben deswegen immer das Schreiben auf. Es ist uns leider noch nicht gelungen jene Aktenstücke zu erhalten. Von Darmstadt haben wir endlich in Erfahrung gebracht, daß Jean Pierre v. d. Lahr vor etwa 25 Jahren in Cassel gestorben sey, dahin haben wir nun geschrieben u[nd] hoffen die Papiere von daher zu erhalten. Das eine, der Todes-Schein des alten v. d. L[ahr] liegt schon lange bey uns, da derselbe aber das unwichtigste ist, so wollten wir ihn nicht einzeln senden.
Was Ihren Antrag zum Verlag eines 3ten Theils ihrer poetischen Werke, die Nachbildungen kleiner ausländ[ischen] Poesien enthaltend, betrifft, so sind wir dazu sehr bereit u[nd] glauben daß der Wunsch des Rec[ensenten] in den Jahrbüchern der allgemeine Ihres Publikums ist. Am liebsten wäre es uns jedoch, wenn der Druck erst nach künftiger Herbstmesse begönne, da wir uns gern den Sommer noch frey halten möchten.
Ihre Anfrage wegen eines Recensenten in den Jahrbüchern wird H[er]r Prof[essor] Wilken in beyfolgendem Brief ohne Zweifel mit beantworten. Es ist uns ungemein erfreulich, daß Ew Wohlgebohren den Jahrbüchern Ihre fernere Teilnahme zusichern; möchte dieselbe doch nicht durch eine allzu weite Entfernung gestört werden.
Von einem Fallissement der Ungerischen Buchhandlung haben wir nichts gehört, allein die Druckerey u[nd] mehrere Verlags-Artikel sollen, wie wir hören, verkauft werden. Sollte vielleicht H[er]r Reimer den Shakespeare übernommen haben?
Wir bitten Sie uns gefälligst zu sagen, auf welcher Weise wir Ihnen den Rest unserer Schuld übermachen sollen?
Mit hochachtungsvollster Ergebenheit
Ew Wohlgebohren
gehorsamste Diener
Mohr & Zimmer.
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